Drum-Show der Schlagzeugmafia: „Die Tür für jedweden Unfug öffnen“

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Joachim Foerster, Bino Engelmann, Ben Jost, Lorenz Schimpf und Jonny König bieten als Schlagzeugmafia eine spektakuläre Show. Foto: Christine Gabler

(mmm) Showtime Samstagabend (17. Januar, 20 Uhr) in der Stadthalle: Die spektakuläre Drum-Show „Backstreet Noise“ der fünfköpfigen Schlagzeugmafia ist eine rasante, hochenergetische Mischung aus Rhythmus, purer Spielfreude, mitreißenden Grooves und kreativen Showideen. Drummer Jonny König gewährt einen Blick hinter die Kulissen.

Was erwartet das Publikum am Samstagabend?

Unser Programm ist keine reine Schlagzeugshow. Es ist eine Unterhaltungs-Show für jung und alt – natürlich in erster Linie mit viel „Getrommel“, aber auch mit Witz, Schauspiel, Interaktion, visuellen Effekten und vielen Überraschungen.

Wie kam es dazu, Ensemblemitglied der Schlagzeugmafia zu werden, anstatt Drummer in einer Band?

Wir alle spielen seit Kindheitstagen Drumset. Während unseres Musik-Studiums an der Pop-Akademie in Mannheim haben wir ein kleines Konzert gespielt: Synchrones Drumming, ein paar augenzwinkernde Tanz-Choreografien – fertig. Schnell wurde aus dem Spaß ein gut gebuchter Show-Act und für uns ein ernsthaftes künstlerisches Projekt. Klar, jeder von uns sitzt auch noch in anderen Band-Besetzungen am Drumset. Aber eine Band nur aus Drummern, was kann es Schöneres geben …

Wie unterscheidet sich die Arbeit mit der Schlagzeugmafia vom „Job“ in einer Band?

Der visuelle Faktor – also choreografierte Bewegungen und synchrones Spiel – sind bei der Schlagzeugmafia elementar, in einer Band aber irrelevant. Der „sechste Mann“ war deshalb von Anfang an ein großer Spiegel im Proberaum. Zudem denken wir nicht nur musikalisch, sondern auch in Pointen, Witz und Dramaturgie. Wir müssen alles über Bewegung und Mimik erzählen.

Fühlt man sich eher als Musiker oder als Schauspieler?

Wir sind schon ganz klar Musiker, aber wir haben auch Spaß daran, auf der Bühne in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Jeder hat da seine eigenen, individuellen Stärken.

Wie viel an so einem Abend ist durchgetaktet, wie viel Platz bleibt für Spontanes?

Es gibt Passagen, die sind streng durchchoreografiert – gerade natürlich die synchron getrommelten Stücke mit gemeinsamen Bewegungen. Wenn man da rausfliegt, muss man schauen, dass man irgendwie wieder auf den fahrenden Zug aufspringt. Aber es gibt auch freie Abschnitte, insbesondere alles, was Interaktion mit dem Publikum beinhaltet.

Gibt es Vorbilder? Man denkt ja unwillkürlich an die Blue-Man-Group …

Natürlich gibt es Showformate, die ähnlich wie wir mehrere Genres miteinander vereinen. Die Blue-Man-Group oder „Stomp“ sind zwei Beispiele. Diese Shows schaffen es, die Zuschauer auf unterschiedlichsten Ebenen abzuholen – mit Virtuosität, künstlerischem Anspruch, Humor und Witz, Spontanität, Licht- & Showeffekten.

Was ist Ihre künstlerische DNA?

Unsere Basis ist das choreografierte Trommeln. Unser Markenzeichen ist es indes, dass wir genau mit der Diszipliniertheit brechen und die Tür für jedweden Unfug öffnen.

Beruf oder Berufung?

Wenn es nicht Berufung wäre, hält man es vermutlich keine zwei Steuererklärungen lang aus…

(Eintrittskarten sind ab 19,- Euro im Ticketbüro des Kulturamts, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online bei www.westticket.de erhältlich.)