Ratingen | Der Erhalt historischer Gebäude bleibt eine Aufgabe, die vielerorts nur mit öffentlicher Unterstützung zu stemmen ist. Für Ratingen gibt es in diesem Jahr eine deutliche Förderung aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt fließen rund 542.900 Euro in die Stadt. Das teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jan Heinisch mit.
Land fördert 212 Projekte landesweit
Nach Angaben des Landes stellt Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Denkmalförderung 2026 rund 13,1 Millionen Euro für 212 denkmalpflegerische Einzelprojekte bereit. Gefördert werden damit Investitionen von fast 35,7 Millionen Euro, die von Privateigentümerinnen und Privateigentümern, Kirchen, Kommunen, Vereinen und Stiftungen getragen werden. Zusätzlich erhalten alle 396 Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen pauschal jeweils 7.500 Euro für denkmalpflegerische Zwecke. Allein diese Pauschalförderung umfasst landesweit weitere drei Millionen Euro.
Drei Projekte in Ratingen profitieren
Ratingen profitiert in diesem Jahr besonders. Drei Einzelprojekte werden mit zusammen 535.400 Euro unterstützt. Hinzu kommen 7.500 Euro Pauschalförderung für die Stadt. Gefördert werden nach Angaben von Heinisch unter anderem Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden. Dazu zählen Arbeiten an Fachwerk, Dachstühlen, Fassaden, Böden, Türen und historischen Bauteilen.
Christuskirche Homberg im Fokus
Besonders hebt Heinisch die Christuskirche in Ratingen-Homberg hervor. Dort unterstützt das Land die Instandsetzung der West- und Südfassade sowie des Kirchturms. Gerade Kirchengebäude prägen häufig nicht nur das Ortsbild, sondern sind auch identitätsstiftende Orte für Stadtteile und ihre Geschichte.
Heinisch: „Ein starkes Signal“
„Denkmale sind mehr als historische Gebäude. Sie erzählen von unserer Geschichte, prägen unsere Städte und stiften Identität“, erklärt Dr. Jan Heinisch. Deshalb sei es ein starkes Signal, dass das Land Nordrhein-Westfalen auch 2026 gezielt in ihren Erhalt investiere. Er freue sich sehr, dass Ratingen erneut in erheblichem Umfang von der Denkmalförderung profitiere. „Zusammen mit der Pauschalförderung fließen rund 542.900 Euro nach Ratingen. Diese Unterstützung ist gerade in finanziell herausfordernden Zeiten wichtig. Sie hilft denen, die Verantwortung für unser kulturelles Erbe übernehmen.“
Mehr als Bauunterhaltung
Denkmalpflege ist dabei oft mehr als die Reparatur alter Bausubstanz. Sie bewahrt sichtbare Geschichte im Alltag der Stadt und hält Gebäude erlebbar, die über Jahrzehnte oder Jahrhunderte Teil des öffentlichen Lebens waren. Gleichzeitig sind Sanierungen an denkmalgeschützten Gebäuden häufig aufwendiger als normale Bauunterhaltungsmaßnahmen, weil historische Materialien, handwerkliche Techniken und denkmalrechtliche Vorgaben berücksichtigt werden müssen.
Heinisch dankte allen, die sich vor Ort für den Erhalt der Denkmale einsetzen. Ohne Eigentümer, Kirchengemeinden, Vereine, Fachleute und kommunale Unterstützung könnten viele Projekte nicht umgesetzt werden.





