Oberschlesisches Landesmuseum bietet im Sommer Filmreihe, kreative Workshops für Jugendliche und einen Reisebericht per Rad

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Ein großer Teil der Europäischen Geschichte ligt in der Verbundenheit Deutschlands mit Polen, Bild: Alexander Heinz
Ein großer Teil der Europäischen Geschichte ligt in der Verbundenheit Deutschlands mit Polen, Bild: Alexander Heinz

Ratingen-Hösel | Das Oberschlesische Landesmuseum setzt in den Sommermonaten sein vielseitiges Kulturprogramm fort. Im Juli und August stehen Filmvorführungen mit Gesprächen, kreative Workshops für Kinder und Jugendliche sowie ein Reisebericht über eine Fahrradtour von Nordrhein-Westfalen nach Oberschlesien auf dem Programm.

Filmischer Gesprächskreis startet mit Beuthen-Dokumentation

Den Auftakt macht am Samstag, 18. Juli, um 12 Uhr der Filmische Gesprächskreis mit dem Dokumentarfilm „Zwei Welten. Von der Synagoge zum Gebetshaus in Beuthen“ von Alicja Schatton. Der Film, der in Zusammenarbeit mit dem Oberschlesischen Landesmuseum entstanden ist, widmet sich der vielschichtigen Geschichte Beuthens, dem heutigen Bytom. Er macht die Bedeutung der jüdischen Gemeinschaft für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Stadt sichtbar und ordnet bis heute erhaltene Spuren im Stadtbild und in der Architektur ein. Im Anschluss ist ein Gespräch mit Dr. Frank Mäuer vorgesehen. Sitzplatzreservierungen sind bis einschließlich 16. Juli per E-Mail an vermittlung@oslm.de möglich.

Im August: „Nova Silesia“ zwischen Tradition und Wandel

Auch im August wird der Filmische Gesprächskreis fortgesetzt. Am Samstag, 15. August, um 12 Uhr zeigt das Museum den Dokumentarfilm „Nova Silesia“ von Ronald Urbanczyk. Der Film porträtiert Ober- und Niederschlesien als Region zwischen Tradition und modernem Wandel. In Bildern und Interviews geht es um wirtschaftliche Entwicklung, kulturelle Vielfalt, Identität und den Umgang mit Geschichte. Dabei stellt der Film nostalgische Erinnerungen der heutigen Realität gegenüber und zeigt, wie sich Schlesien seit dem Ende des Kommunismus zu einer dynamischen und vielfältigen Region entwickelt hat. Reservierungen sind bis einschließlich 13. August möglich.

Textilworkshop für Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche bietet das Museum in den Ferien zwei kreative Projekte an. Am Samstag, 25. Juli, von 12 bis 16 Uhr leitet Caroline Sell den Workshop „Ganz schön nützlich – praktische Alltagstextilien originell gestalten“. Jugendliche von 10 bis 14 Jahren können dabei funktionale Kleidung individuell gestalten. Alltagstextilien aus Oberschlesien dienen als Inspiration für eigene Muster- und Materialexperimente. Ein Booklet dokumentiert Ideen und Entwürfe. Das kostenfreie Angebot findet im Rahmen des Kulturrucksacks NRW statt. Eine Anmeldung bis zum 23. Juli ist erforderlich.

Tag der Buchliebhaber mit Führung und Bastelaktion

Anlässlich des Tags der Buchliebhaber lädt das Museum bereits am Samstag, 8. August, von 12 bis 15 Uhr zu einer Führung durch Dauer- und Sonderausstellung mit Schwerpunkt auf oberschlesische Autorinnen und Autoren ein. Im Anschluss gestalten die Teilnehmenden kuschelige Buchumschläge für ihr Lieblingsbuch sowie bunte Lesezeichen. Die Materialkosten betragen 5 Euro, Anmeldungen sind bis zum 6. August möglich.

Zum Abschluss: Mit dem Rad vom Ruhrgebiet nach Oberschlesien

Zum Abschluss des Sommerprogramms wird es sportlich und erzählerisch zugleich. Am Samstag, 29. August, um 12 Uhr berichten Wiktor und Andreas Ledwon im Rahmen von „Podium Silesia“ unter dem Titel „Eine Reise auf zwei Rädern – Vom Ruhrgebiet nach Oberschlesien“ von ihrer Fahrradtour. In deutscher und schlesischer Sprache erzählen sie von Streckenplanung, praktischen Erfahrungen unterwegs und kulturellen Eindrücken entlang der Route. Zahlreiche Bilder und persönliche Erlebnisse machen den Vortrag zu einer Reise ohne Kofferpacken.

Alle Veranstaltungen finden im Oberschlesischen Landesmuseum statt. Reservierungen und Anmeldungen laufen per E-Mail an vermittlung@oslm.de. Weitere Informationen gibt es beim Museum unter www.oslm.de.