Rheinbahn steht zweimal im Finale der Sicherheits-Awards

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Sicherheit im Fahrgastalltag: Die Rheinbahn bündelt ihre Maßnahmen in der Sicherheitsstrategie 2030, Bild: Rheinbahn
Sicherheit im Fahrgastalltag: Die Rheinbahn bündelt ihre Maßnahmen in der Sicherheitsstrategie 2030, Bild: Rheinbahn

Ratingen/Düsseldorf | Die Rheinbahn steht bei den deutschen Outstanding Security Performance Awards (OSPAs) zweimal im Finale. Nominiert sind das Unternehmen als „Herausragendes Sicherheitsteam“ und Tim Neubert als „Herausragender In-House-Sicherheitsmanager/-Direktor“. Grundlage ist die Sicherheitsstrategie 2030 des Verkehrsunternehmens. Die Gewinner werden am 22. Oktober bekannt gegeben.

Die OSPAs würdigen besondere Leistungen beim Schutz von Menschen, Vermögenswerten und Infrastruktur. Die Konkurrenz ist prominent. In der Teamkategorie stehen unter anderem Amazon, Borussia Dortmund, der Deutsche Fußball-Bund und der Flughafen Berlin Brandenburg im Finale. Neubert tritt unter anderem gegen Vertreter von Siemens, Amazon und EY an.

Vier Säulen, über 100 Maßnahmen

Die Sicherheitsstrategie umfasst nach Angaben Neuberts mehr als 100 Maßnahmen. Sie stützt sich auf vier Säulen: Prävention, Präsenz, Technologie und Prozesse sowie Verhalten und Kultur. Neubert steuert das Programm gemeinsam mit seinem Kollegen Tim Barz. Dazu gehören etwa Sicherheitsdurchsagen und der Einsatz künstlicher Intelligenz. Die KI soll auffällige Situationen früh erkennen.

Rote Fronten für bessere Sichtbarkeit

Ein Baustein ist bereits auf der Schiene zu sehen. Seit März fährt die erste Hochflurbahn mit roter Fahrzeugfront im Linienbetrieb. Die Farbe soll Straßen- und Stadtbahnen früher erkennbar machen, vor allem an Kreuzungen und beim Abbiegen. In den kommenden Jahren sollen mehr als 200 Bahnen den roten Anstrich erhalten.

Sicherheitskarte für Haltestellen

Die Rheinbahn bezieht auch die Fahrgäste ein. Sie bereitet eine Sicherheitskarte vor, die das Sicherheitsempfinden an Haltestellen abbildet. Dafür befragt das Unternehmen Fahrgäste und Beschäftigte. Zusätzlich gibt es Begehungen mit Fachleuten, etwa von Polizei und Feuerwehr. Menschen mit erhöhtem Schutzbedarf werden dabei besonders berücksichtigt.

„Sicherheit ist die Grundlage für Vertrauen in den öffentlichen Nahverkehr“, sagt Vorstandsvorsitzende Annette Grabbe. Entscheidend sei, dass die Maßnahmen im Alltag spürbar würden. Neubert sieht die Finalteilnahme vor allem als Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams.

Die Preisverleihung findet virtuell statt.