
(mmm) Der Juli wird für Linda Meier ein wichtiger Monat. Die junge Leichtathletin des TV Ratingen feiert ihren 15. Geburtstag und startet Mitte des Monats bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in ihrer Altersklasse (W15) u.a. in ihrer Paradedisziplin über 300 Meter Hürden. Bereits zu Beginn der Freiluftsaison zeigte die Ratingerin im Training wie in Wettkämpfen eine beeindruckende Frühform: So unterbot die 14-Jährige in Korschenbroich in einem mutigen wie beherzten Rennen die geforderte DM-Norm deutlich: „Das macht mich stolz und glücklich.“ Mit bei der „Deutschen“ in Bochum-Wattenscheid dabei ist auch die 4×400 Meter-Staffel des TV Ratingen um Sina Dahmen, Marie Hensel, Elea Jobst und Mara Lietz. Damit sind die fünf talentierten Leichtathletinnen um Trainer Klaus Suhl und Abteilungsleiterin Petra Lauret ein Aushängeschild für den 7.500 Mitglieder starken Sportverein.
Die Schülerin vom Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium ist seit 2019 Mitglied im TV Ratingen. „Meine große Schwester hat früher Leichtathletik gemacht, so bin auch ich in den Sport gekommen. Laufen fand ich aber schon immer interessant. Als ich dann mit der Leichtathletik angefangen habe, hat mir das Laufen einfach am meisten Spaß gemacht.“ Meier schätzt den vergleichsweise niederschwelligen Zugang zu ihrem Sport: „An sich kann ja jeder damit anfangen, ohne irgendwelche Vorkenntnisse zu haben.“ Das Schöne an der Leichtathletik seien die vielen unterschiedlichen Disziplinen. Indes: Wenn man beispielsweise über 300 oder 400 Meter starten möchte, wäre es sinnvoll, mit einem guten Mix aus Ausdauer und Schnelligkeit an den Start zu gehen.
Zielstrebig sein: Trainings-Disziplin gehört dazu
Und Disziplin gehört natürlich dazu: Linda Meier trainiert viermal die Woche für rund zwei Stunden im Stadion Ratingen. Ihr Motto: Zielstrebig sein und „immer durchziehen“. Und: „Wenn man etwas wirklich erreichen möchte, und man darauf konzentriert hinarbeitet, dann schafft man es auch.“ Dazu gehöre generell auch eine gesunde Ernährung: „Beim Sport muss man halt darauf achten, dass man genug Proteine zu sich nimmt.“ Dennoch esse sie eigentlich das, wonach ihr der Sinn stehe. Fragt man Linda nach ihrem Lieblingsplatz in Ratingen, ist die Antwort eindeutig und wenig überraschend: „Das Stadion! Dort habe ich einfach jede Menge gute Erinnerungen und auch im Training immer Spaß mit Freunden.“ Wen sich Meier etwas für Ratingen wünschen würde, wäre dies idealerweise ein Freizeitpark („Das wäre schon cool.“). Doch im gleichen Atemzug sieht sie diesen als „sehr unrealistisch“ an.
Neben Familie, Schule und Leichtathletik entspannt sich Linda Meier am liebsten beim Treffen mit Freunden sowie beim Lesen. Was die wenigsten von ihr wissen: „Früher habe ich mal sechs Jahre lang Ballett gemacht.“ Sieht Meier ihre Zukunft im Sport? „Ich bin ja noch jung. Für mich ist es schwer, diese Frage schon jetzt zu beantworten. Natürlich habe ich ein Interesse an sportlichen Bereichen, aber auch andere Themen, wie beispielsweise die Wissenschaft, beschäftigen mich.“




