Roland Adena: „Wir wollen was schaffen!“

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Roland Adena hat für den Ratinger Ostbahnhof große Pläne. Im November soll das Objekt an einen gastronomischen Pächter übergeben werden. Foto: M. Machan

(mmm) Er ist ein echter Macher: Roland Adena, stadtbekannter Unternehmer (Abschleppunternehmen Wlasak), früherer Karnevalsprinz (2018) und Senatspräsident der Prinzengarde, hat Anfang des vergangenen Jahres das historische Bahnhofsgebäude in Ratingen-Ost erworben. Adena, der nur einen Steinwurf entfernt wohnt, hatte schon zu lange auf das sich im Dornröschenschlaf befindliche, repräsentative Gründerzeitgebäude, das 1872 eröffnet wurde, geschaut, um es dem schleichenden Verfall und der Bedeutungslosigkeit preis zu geben. „Wir wollen was schaffen“, so der in Düsseldorf geborene 60-Jährige, der seit 1995 in Ratingen lebt

In Hanno Paas, CDU-Ratsherr und Landwirt, fand Adena schnell einen Unterstützer für seine Idee, mit einem neuen gastronomischen Angebot für Anwohner wie benachbarte Unternehmen den Ratinger Osten rund um den Bahnhof aufzuwerten. Paas Devise: „Nicht zu lange reden, sondern handeln!“ Das Projekt Ostbahnhof ist für Paas „ein Herzstück eines modernen Stadtviertels“ und Bindeglied zwischen Stadtmitte und Ratingen-Ost mit einem pulsierenden Treffpunkt für Kultur, Gastronomie und Mobilität. Bahnhöfe seinen eben nicht nur Verkehrsknotenpunkte, sondern auch prägende Orte im Stadtbild. „Und wie!“, möchte man ausrufen, nachdem die Fassade und der Dachstuhl inzwischen fertig restauriert sind.

Ostbahnhof: „Herzstück eines modernen Stadtviertels“

Auch im Inneren des historischen Bahnhofsgebäudes, einige historische „Zitate“ wie Schaukästen, Abfahrtspläne und Bahnschalter hat Adena bewusst erhalten, gehen die Restaurierungsarbeiten auf den gut 600 Quadratmetern Fläche mit großen Schritten voran, auch wenn man vor Überraschungen, wie einer dreifachen Decke  zwischen Erd- und Obergeschoss nicht gefeit war. „Der Rohbau ist fertig, der Boden ist drin. Jetzt geht es an die technische Ausstattung mit Blick auf Heizung und Wasserversorgung“, so Adena, der sein neues Immobilien-Schmuckstück im November an einen Pächter aus der Gastronomie übergeben möchte. Ein Handvoll Bewerber ist in der engeren Auswahl, eine Entscheidung soll in den kommenden sechs bis acht Wochen fallen. Die Eröffnung ist 2027 geplant.

Der potentielle Pächter kann sich auf einen denkmalgerecht sanierten Gastronomiebetrieb in einem historischen Ambiente freuen. Dabei ist die Lage zwischen Innenstadt und Balcke-Dürr-Allee für Ratinger Bürger wie die Firmenzentralen im unmittelbaren Umfeld ideal. Rund 60 Plätze soll der zentrale Gastro-Bereich bieten. Hinzu kommen weitere 160 Plätze für die Außengastronomie und ein Saal für Familien- wie Firmenfeiern, der rund 200 Gästen Platz bietet. Mit Blick auf die historische Bausubstanz – u.a. viel Holz, Backstein und Fensterbögen – bietet sich eine Wirtshaus-Gastronomie geradezu an. Adena zeigt uns bei einem Besuch im Ostbahnhof Computeranimationen die eine rheinisch-bayerische Wirtshausatmosphäre geradezu nahelegen.

Roland Adena und Hanno Paas beobachten den Fortgang der Arbeiten am Ostbahnhof mit sichtlicher Freude. „Das wird eine Lösung mit Lokalkolorit, die den Standort signifikant wieder belebt“, so Paas. Und: „Der Vergleich mit den Bahnhöfen beispielsweise in Hösel und Kettwig zeigt, dass gastronomische Angebote an solchen Orten zur Attraktivität und Nutzbarkeit beitragen können.“ Adena ergänzt: „Ratingen steht für Großstadt-Nähe, Zusammenhalt und Flair. Beim Brauchtum wie im Brauhaus kommen die Menschen zusammen. Das passt!“