Von Ostern bis Oktober: „Kirche geht raus“

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Zum Stadtjubiläum beteiligt sich die Pfarrkirche St. Peter und Paul von Ostern bis Anfang Oktober mit einem Glaspavillon auf dem Kirchenvorplatz als Ort der Begegnung mitten in der Stadt. Die Aufstellung des Pavillons am vergangenen Mittwoch wurde mit stürmischen Böen und Regenschauern sprichwörtlich ein wenig verhagelt. Foto: A. Heinz

(mmm) Betrachtet man ein Satellitenbild von Ratingen, erkennt man sofort: Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul, deren historische Wurzeln bis ins 8. Jahrhundert reichen, bildet die Mitte der Stadt. Um den Kirchturm herum hat sich Ratingen entwickelt. Zum Stadtjubiläum „750 Jahre Ratingen” beteiligt sich die Pfarrei von Ostern bis Anfang Oktober mit einem Glaspavillon auf dem Kirchenvorplatz als offenem Ort der Begegnung mitten in der Stadt. Daniel Schilling, seit 2014 der Pfarrer der Gemeinde: „Die Kirche geht raus! Der Glaspavillon ist ein Raum für Gespräche, Kultur und Glauben – zum Vorbeikommen, Dableiben und Mitmachen.“ Mit einer Vielzahl an Angeboten soll die Institution Kirche ganz unkompliziert, barrierefrei und ohne Schwellenangst in den Alltag eingebracht werden.

Der inhaltliche Bogen – alle Termine und Themen findet man chronologisch aufgelistet auf der Website www.st-peterundpaul.de/glaspavillon –  ist mit Angeboten für Kinder, Jugendliche, Messdiener und Familien weit gespannt. Hinzu kommen Gesprächsabende zu Kirche und Gesellschaft – auch aus ökumenischer Perspektive -, Beiträge aus Bildung und Wissenschaft sowie soziale Themen. Auch Seniorinnen und Senioren sind herzlich eingeladen, etwa zu offenen Nachmittagen, Führungen oder einem Gedächtnistraining. Zeiten der Stille, Andachten und geistliche Gespräche wechseln sich ab mit offenen Begegnungsformaten und moderierten Podiumsrunden. Und auch die anderen katholischen Ratinger Pfarrgemeinden werden sich in den kommenden Wochen und Monaten in das Programm einbringen.

Los geht es am Ostermontag (6. April, 13 Uhr) mit einem „Ostereier suchen für Kinder“. Freitag in einer Woche (10. April, 19 bis 22 Uhr) folgt der Altherrenzirkel der Unitas in Ratingen. Tags darauf (11. April, 11 bis 12 Uhr) findet ein offenes Seelsorgegespräch unter dem Motto „Das offene Ohr” statt. Um konkrete Alltagshilfe geht es beim Stromsparcheck (13. April, 10 bis 14 Uhr), ein seit Jahren bewährtes Angebot und Teil eines bundesweiten Programms der Caritas, das sich primär an einkommensschwache Haushalte, Alleinerziehende, Rentner oder Familien, die unter steigenden Energiekosten leiden, richtet.

Ein Ort der Freude, des Trostes und der Zuversicht

Das erste große Event im Glaspavillon, für den ein Modell, das vor der Essener Münsterkirche realisiert wurde, Pate stand, wird eine Ausstellung der Ratinger Künstlerin Erika Riemer Sartory, die vom 15. bis 22. April „strahlende Bilder” und dreidimensionale Objekte unter dem Titel „Die glühenden Farben des Lebens” zeigt. Die Vernissage ist am 15. April um 19.30 Uhr. Geöffnet hat die Ausstellung täglich von 18 bis 19.30 Uhr.

Mit dem Glaspavillon möchte die Kirchengemeinde auf transparente Art und Weise das Leben der Pfarrei sowie der katholischen Kirche in Ratingen darstellen. Pfarrer Daniel Schilling. „Idee des Glaspavillons ist es, die Kirche und ihre Botschaft für die Menschen sichtbar und zugänglich machen. Wir wollen einen positiven Beitrag zur Stadtgesellschaft leisten, ein Ort der Freude, des Trostes und der Zuversicht sein.“

Der Glaspavillon ist ein Projekt, das die Kirchengemeinde St. Peter und Paul im Jubiläumsjahr nachhaltig in die Stadtgemeinschaft einbinden soll. Begegnungen, kulturelle und spirituelle Angebote sollen im Jubiläumsjahr neue Impulse für das kirchliche Leben in Ratingen setzen.