
(mmm) Vierter Pflichtspielsieg in Folge, drei davon in der Oberliga Niederrhein, die letzten zwei Begegnungen ohne Gegentor: Nach dem hoch verdienten, souveränen 3:0 Auswärtserfolg bei ETB Schwarz-Weiß Essen ist Ratingen 04/19 zurück in der Spur. Jetzt freuen sich die Verantwortlichen am Stadionring auf den Pokal-Kracher gegen den Liga-Rivalen Wuppertaler SV am Donnerstag, den 22. Oktober um 19.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) im Stadion Ratingen.
Einziger Wermutstropfen ist die schwere Verletzung von Duc Anh Nguyen Nhu, der nach knapp einer halben Stunde mit Guiliano Zimmerling zusammenrasselte und sich dabei wohl einen Bruch der Augenhöhle zuzog. Besonders bitter: Duc Anh Nguyen Nhu ist erst vor drei Wochen zum Kader der Apfeld-Elf hinzugestoßen, hat aber in seinen bislang zweieinhalb Einsätzen für einen Umkehrschub in der Mentalität der Mannschaft und für eine Stabilisierung in der Defensive gesorgt. Damit wurde der fast unheimlichen Ratinger Verletzungsserie seit Saisonbeginn ein weiteres Kapitel hinzugefügt.
Immerhin ließ sich die Mannschaft davon in Essen nicht aus dem Takt bringen. Nach einer chancenarmen 1. Halbzeit traf Neuzugang Lukas Korytowski doppelt, ehe Eleftherios Vasileiadis für den Endstand sorgte. „Das war eine starke Leistung“, bilanzierte Michael Schneider, 2. Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes, nach Schlusspfiff. Fun-Fact am Rande: Schwarz-Weiß Essen hat Trainer Björn Matzel nach der Niederlage gegen 04/19 vor die Tür gesetzt. Nachfolger wird Martin Hasenflug. Der gebürtige Velberter war zuvor über ein Jahrzehnt für 04/19 tätig, begann seine Arbeit in Ratingen 2013 als Nachwuchskoordinator, war anschließend als Trainer der U17 und U19 verantwortlich. Von 2020 bis 2024 trainierte der 50-Jährige die 1. Mannschaft.
„Eine Runde weiterkommen. Egal wie!“
Jetzt richten sich alle Augen auf das Pokalspiel, zumal sowohl Ratingen 04/19 als auch der Wuppertaler SV (nach Trainerwechsel) in der Oberliga Niederrhein mit ihrer jeweiligen Aufholjagd die Mannschaften der Stunde sind. Das Ziel: „Einfach irgendwie gewinnen. Der Pokal ist für uns ultrawichtig“, sagt Michael Schneider. Und: „Wenn man in der Liga von der Spitze noch ein Stückchen weit entfernt ist, ist das Weiterkommen im Pokal noch wichtiger.“ Ähnlich sieht es Trainer Damian Apfeld, der in der Partie ein 50:50 Spiel sieht: „Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen auf eine große Pokal-Kulisse.“ Das Ziel: „Eine Runde weiterkommen. Egal wie, ob nach 90 oder 120 Minuten oder gar Elfmeterschießen, das spielt keine Rolle.“ Schließlich warten im Viertelfinale u.a. mit Fortuna Düsseldorf, MSV Duisburg und Rot-Weiß Essen attraktive Vereine aus der Nachbarschaft, die ein volles Stadion versprechen. Daher: „Wir wollen im Pokal soweit wie möglich kommen und in der nächsten Runde möglichst einen dicken Fisch an Land ziehen.“
„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“, sagt Michael Schneider. Das gilt für das Spiel, aber eben auch für die Organisation Drumherum. Einlass für die Pokal-Partie (Anpfiff 19.30 Uhr) ist um 18 Uhr. Es wird getrennte Fan-Zugänge geben. Und anstatt eines VIP-Bereiches wie bei den Liga-Heimspielen „gelernt“, wird in der „Echt. Gut. Leben“-Lounge eine zweite Cafeteria auf der Haupttribüne geöffnet.



