Von Ratingen nach Spanien: Einsatzkräfte helfen international

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Ratingens Einsatzkräfte helfen international. Foto (Symbolbild)
Ratingens Einsatzkräfte helfen international. Foto (Symbolbild)

Ratingen.  Für drei Ratinger Feuerwehrleute endete am Mittwoch, den 5. August, ein Einsatz der besonderen Art: Knapp zwei Tage lang waren die drei Einsatzkräfte als Teil des NRW-Brandmoduls der Hitze von Spaniens Waldbränden ausgesetzt und kämpften um die Kontrolle einer Feuerfront inmitten der Provinz Kastilien und León. Damit sind Ratingens Einsatzkräfte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr im Rahmen internationaler Katastrophenhilfe ausgerückt.

Verkohlte Landstriche, staubtrockene Luft und brennende Vegetation: Wie Aufnahmen der Ratinger Feuerwehr zeigen, prägten diese Bedingungen den Einsatzalltag der drei Ratinger Feuerwehrleute, die zur Bekämpfung eines spanischen Waldbrandes ausgerückt sind. Am Abend des 29. Juli erreichte die deutschen Behörden das Hilfeersuchen der spanischen Seite: Spanien bat um Unterstützung bei der Brandbekämpfung. Für die Einsatzkräfte des NRW-Brandmoduls, darunter auch Ratinger Feuerwehrleute, musste es daraufhin schnell gehen. Mit 56 Kräften, 21 Fahrzeugen und drei Anhängern machten sie sich noch am Donnerstagmorgen auf den Weg in die spanische Provinz Kastilien und León.

Im Juli dieses Jahres sorgte bereits ein weiterer internationaler Einsatz mit Ratinger Beteiligung für Schlagzeilen. Denn am 24. Juli hatte ein starkes Erdbeben Venezuela in den Ausnahmezustand versetzt: Häuser waren eingestürzt, die Versorgung mit Wasser und Strom unterbrochen und es wurden zahlreiche Tote und Verletzte befürchtet. Das Ratinger Rettungshundeteam um Christine und Clooney war daraufhin als Teil der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland, kurz SEEBA, in den venezolanischen Bundesstaat Lara ausgerückt, um in den Trümmern eingestürzter Gebäude nach Vermissten zu suchen.

So unterschiedlich die beiden Einsätze auch sind, eines haben sie gemeinsam: Ratinger Einsatzkräfte werden auch dann aktiv, wenn Hilfe weit über die Stadtgrenzen hinaus benötigt wird. Hinter den Einsätzen stehen dabei nicht nur technische Ausstattung und professionelle Strukturen der internationalen Katastrophenhilfe, sondern vor allem Menschen, die bereit sind, ihre Erfahrung und ihr Können auch tausende Kilometer von Ratingen entfernt einzusetzen. Die beiden Einsätze zeigen damit auch, wie Ratinger Feuerwehr und THW in internationale Hilfsstrukturen eingebunden sind.

Nach einer langen Fahrt kehrten die beteiligten Ratinger Feuerwehrleute nach zwei Einsatztagen aus Spanien zurück und wurden dort von Kollegen wie Angehörigen begrüßt. Auch wenn der Einsatz aufgrund der schnellen Entspannung der Lage kürzer ausfiel als zunächst erwartet, konnte das NRW-Brandmodul die spanischen Einsatzkräfte bei der Waldbrandbekämpfung unterstützen. Für Ratingen war es damit bereits der zweite internationale Hilfseinsatz in diesem Jahr – nach dem Einsatz des THW-Rettungshundeteams in Venezuela.