S6-Sperrung: CDU fordert, das Bahnchaos wenigstens sinnvoll zu nutzen

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Die Linie S6 stellt Bahnpendler aus Ratingen erneut auf eine Geduldsprobe.Foto: Alexander Heinz
Die Linie S6 stellt Bahnpendler aus Ratingen erneut auf eine Geduldsprobe. Foto: Alexander Heinz

Ratingen | Die Leidensfähigkeit der S6-Pendler wird erneut auf die Probe gestellt: Vom 7. bis 21. August sperrt die Deutsche Bahn die Strecke zwischen Düsseldorf und Essen abschnittsweise vollständig. Nach Hangrutsch, monatelangen Ausfällen und wiederkehrenden Störungen folgt damit die nächste erhebliche Belastung.

Die CDU-Fraktion fordert nun, die ohnehin notwendige Sperrpause wenigstens für längst überfällige Arbeiten in Ratingen zu nutzen. In einer eiligen Anfrage soll die Verwaltung prüfen, ob Maßnahmen am Ostbahnhof und an der Unterführung Düsseldorfer Straße während des Stillstands umgesetzt oder vorbereitet werden können.

Am Ostbahnhof stehen Arbeiten an den neuen Aufzügen und Vorbereitungen für die Videoüberwachung der von Vandalismus betroffenen Fußgängerunterführung an. Besonders dringlich ist zudem die Reinigung der S6-Unterführung an der Düsseldorfer Straße. Massive Farbschmierereien verschandeln dort seit Langem einen wichtigen Stadteingang. Bislang wurden die Oberleitung und notwendige Abstimmungen mit der Bahn als Umsetzungshindernisse genannt.

Genau diese Begründung dürfte während einer Vollsperrung kaum noch tragen. Bleibt auch dieses Zeitfenster ungenutzt, wäre das angesichts des bereits gefassten politischen Beschlusses nur schwer vermittelbar. Die CDU regt außerdem eine Graffitischutzbeschichtung an. Die Zeit ist knapp – doch bloßes Abwarten wäre diesmal keine überzeugende Ausrede.