Neustart statt Leerstand: Ratinger Unternehmer eröffnet Süßwarengeschäft an der Düsseldorfer Straße

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Anas Ullah, Chef von Donuts & Sweets, Bild: Alexander Heinz
Anas Ullah, Chef von Donuts & Sweets, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Für Anas Ullah ist der Umzug von Donuts and Sweets weit mehr als ein neuer Standort. Wenn das Ratinger Unternehmen am Dienstag, 7. Juli, an der Düsseldorfer Straße seine Neueröffnung feiert, dann geht es nicht nur um Donuts, Waffeln, Eis, Torten, Milchshakes und Bubble Tea. Es geht auch um einen Neustart, um Vertrauen und um eine Geschichte, die viel mit Ratinger Zusammenhalt zu tun hat.

Vier Jahre, ein neuer Anfang

Donuts and Sweets gibt es inzwischen seit rund vier Jahren, das Unternehmen geht nun in sein fünftes Jahr. Begonnen hatte alles an der Mülheimer Straße. Der neue Standort an der Düsseldorfer Straße ist für Inhaber Anas Ullah ein bewusster Schritt nach vorne. Nicht alles sei in den vergangenen Jahren geradlinig verlaufen, berichtet er. Auch persönliche Schicksalsschläge hätten Spuren hinterlassen. Umso größer ist nun die Bedeutung dieses Neuanfangs.

Ratingen fördert Ratinger

„Ratingen fördern Ratingen” — dieser Gedanke beschreibt für Ullah besonders gut, was in den vergangenen Monaten rund um den Umzug entstanden ist. Die Stadt Ratingen habe das Projekt in vielen Schritten begleitet und unterstützt. Besonders hebt er den früheren Bürgermeister Klaus Pesch hervor, der den Weg des Unternehmens aufmerksam begleitet habe und nach aktuellem Stand auch die Neueröffnung mitgestalten und feierlich einweihen wird.

Dass das Gebäude durch die Stadt im Rahmen des Vorkaufsrechts gesichert wurde und einem Ratinger Unternehmen dort eine Perspektive eröffnet werden konnte, ist für Ullah ein starkes Signal. Es zeige, dass lokale Wirtschaftsförderung nicht abstrakt bleiben muss, sondern ganz konkret wirken kann: für ein Unternehmen, für einen Standort und für eine Innenstadt, die von Menschen lebt, die etwas wagen.

Ein Gemeinschaftsprojekt

Bevor das erste Eis über den Tresen gehen konnte, war erhebliche Vorarbeit nötig. Das Gebäude musste in großen Teilen in mühevoller Arbeit an die modernen Anforderungen für den Betrieb eines solchen Geschäfts angepasst werden — technisch, baulich, betrieblich. Eine Arbeit, die sich gelohnt hat. Und auch dabei blieb das Projekt ein Ratinger Gemeinschaftsvorhaben. Beteiligt waren unter anderem die Firma Kaufmanns im Bereich Heizung und Sanitär, die Firma Voss für die Elektrik sowie die Stadtwerke Ratingen, die in verschiedenen Schritten eingebunden waren. Aus dem Umzug wurde so Stück für Stück ein Projekt, an dem viele lokale Kräfte mitgewirkt haben.

Nachwuchs mit dabei

Eine besondere Rolle spielt zudem das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg. Dienstags und mittwochs begleiten mehrere Praktikantinnen und Praktikanten den Aufbau des neuen Standorts. Sie erleben nicht nur theoretisch, wie ein Unternehmen funktioniert, sondern sind Teil eines realen Entwicklungsprozesses. Für Ullah ist genau das ein wichtiger Aspekt: Junge Menschen aus Ratingen bekommen Einblick in Unternehmertum, Verantwortung und praktische Arbeit.

Ein Einfallstor in die Innenstadt

Die Neueröffnung an der Düsseldorfer Straße ist dabei nicht nur für Ullah selbst eine gute Nachricht. Die Düsseldorfer Straße ist eines der Einfallstore in Ratingens historische Innenstadt — und damit ein Aushängeschild für alle, die von außen in die Stadt kommen. Leerstand an dieser Stelle sendet das falsche Signal. Dass hier nun ein Ratinger Unternehmen in eine zuvor leerstehende Fläche eingezogen ist, ist deshalb nicht nur wirtschaftlich erfreulich, sondern städtebaulich richtig und wichtig. Eine lebendige Düsseldorfer Straße trägt zur Attraktivität der gesamten Innenstadt bei — für Einheimische wie für auswärtige Besucher.

Zur Neueröffnung plant Donuts and Sweets ein großes Angebot für alle Ratingerinnen und Ratinger. Erwartet werden neben Klaus Pesch auch weitere Gäste aus dem schulischen und städtischen Umfeld, unter anderem aus der Schulleitung des Berufskollegs.

So steht die Eröffnung an der Düsseldorfer Straße für mehr als süße Versuchungen. Sie erzählt von einem Ratinger Unternehmer, der nach schwierigen Jahren neu ansetzt — und von einer Stadtgesellschaft, die zeigt, was möglich ist, wenn Unterstützung, Vertrauen und lokales Engagement zusammenkommen.