Kettenreaktion in Cromford: Familien tüfteln zwischen Industriekultur und Spiel

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Gemeinsames Tüfteln steht in der Textilfabrik Cromford auf dem Programm. Foto: LVR-ZMB/Stefan Arendt
Gemeinsames Tüfteln steht in der Textilfabrik Cromford auf dem Programm. Foto: LVR-ZMB/Stefan Arendt

Ratingen. In der Textilfabrik Cromford wird am Sonntagnachmittag nicht nur Industriegeschichte erklärt, sondern selbst gebaut, ausprobiert und vermutlich auch mehrfach neu angefangen.

Beim Familienworkshop „Angestoßen! Kettenreaktion für alle“ entsteht von 14 bis 16 Uhr eine große gemeinsame Kettenreaktion über mehrere Ebenen hinweg. Zum Einsatz kommen Bauklötze, Dominosteine, Kugeln, Magnete, Gummibänder, Wäscheklammern und weitere Alltagsmaterialien.

Die Aufgabe klingt einfach, verlangt aber genaues Tüfteln: Eine Bewegung muss so an das nächste Element weitergegeben werden, dass am Ende die gesamte Konstruktion funktioniert. Kreativität und Teamarbeit sind dabei wichtiger als eine perfekte technische Lösung. Wenn alles klappt, endet die Kettenreaktion mit einem hörbaren Knall.

Der Workshop richtet sich an Familien und Kinder ab etwa fünf Jahren. Die Teilnahme kostet 5,50 Euro pro Person; die Gruppengröße ist auf zwölf Personen begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht zwingend vorgeschrieben, wird wegen der knappen Plätze aber empfohlen. Der besondere Reiz liegt im Ort: Cromford gilt als erste vollmechanisierte Baumwollspinnerei auf dem europäischen Kontinent. Zwischen rekonstruierten Maschinen und früher Industriearchitektur wird aus einem spielerischen Familienangebot so ganz nebenbei auch ein kleiner Technik- und Geschichtsunterricht.