Internationales Frühstück in West: Wenn Integration zum Alltag wird

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Initatoren und Unterstützer des Frühstücks, Bild: Jamal Al Masude
Initatoren und Unterstützer des Frühstücks, Bild: Jamal Al Masude

Ratingen | Am 13. Juni 2026 öffnete das Freizeithaus West im Stadtteil West seine Türen für das diesjährige Internationale Frühstück – und der Andrang gab den Organisatoren recht. Bei Kaffee, Tee und mitgebrachten Spezialitäten aus aller Welt kamen über mehrere Stunden Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, um sich auszutauschen und das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken. Das Format hat sich in den vergangenen Jahren als niedrigschwelliger Treffpunkt etabliert, der Vielfalt erlebbar macht und die Vernetzung im Stadtteil fördert.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Vorträge mit klarem Praxisbezug. Anja Salom und Luna Giebels vom Caritas Kreisverband Mettmann stellten ihre Projekte zur Integrationsarbeit vor und informierten darüber, wie Zuwanderung im Alltag gelingen kann. Ihre Arbeit ist Teil eines größeren Engagements: Der Fachdienst Integration und Migration der Caritas betreut Menschen in zehn Städten des Kreises Mettmann – einer Region, in der mittlerweile Menschen aus mehr als 150 Nationen zusammenleben. Mehrsprachige Sprach- und Integrationslotsen begleiten dabei etwa zu Behördenterminen, Arztbesuchen oder Elterngesprächen und helfen, Missverständnisse abzubauen.

Im zweiten Teil rückten Maymol Devasia-Deming und Barbara Mühlenkamp-Jahreis von der Allianz für Bildung und Lernen die Bildungschancen junger Menschen in den Fokus. Der gemeinnützige Verein, der seine Arbeit auf drei Säulen aufbaut – individuelle Bildungspatenschaften ab der fünften Klasse, Jobcoaching sowie praxisnahe Veranstaltungen wie Betriebsbesichtigungen –, konnte in den vergangenen Jahren bereits zeigen, dass solche Begleitung Schulabbrüche verringert und mehr Jugendliche in eine Ausbildung führt.

Nach den Vorträgen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch: Erfahrungen wurden geteilt, Kontakte geknüpft und neue Netzwerke zwischen den Kulturen gespannt – genau jene Vernetzung, die das Internationale Frühstück seit Jahren auszeichnet.

Angesichts der großen Besucherzahl blicken die Organisatoren bereits voller Vorfreude auf die nächste Ausgabe des Internationalen Frühstücks, das einmal mehr gezeigt hat, wie viel Integration im Alltag bewirken kann, wenn Menschen einfach an einen Tisch kommen.