Ratinger Feuerwehr kämpft gegen Großbrand im Hürtgenwald

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Die Ratinger Feuerwehr kämpft gegen den größten Waldbrand des Landes NRW jemals. Foto: Feuerwehr Ratingen
Die Ratinger Feuerwehr kämpft gegen den größten Waldbrand des Landes NRW jemals. Foto: Feuerwehr Ratingen

Ratingen/Düren. Wenn aus einem Waldbrand ein Einsatz solchen Ausmaßes wird, zählt jede verfügbare Einsatzkraft: Seit Donnerstag kämpft die Feuerwehr im Hürtgenwald im Kreis Düren gegen einen großflächigen Waldbrand. Nach aktuellen Angaben stehen rund 300 Hektar Wald in Flammen – eine Fläche von etwa 420 Fußballfeldern. Inzwischen wurde auch überörtliche Unterstützung aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf angefordert.

Auch aus Ratingen sind Einsatzkräfte  inzwischen im Einsatzgebiet. In den frühen Morgenstunden des Freitags wurde die Bereitschaft 4 zur überörtlichen Unterstützung alarmiert. Die Einheiten aus dem Kreis Mettmann sammelten sich zunächst auf der Hauptfeuer- und Rettungswache in Ratingen, bevor sie gemeinsam zur Messe Düsseldorf und von dort weiter in Richtung Düren aufbrachen.

Der Einsatz ist dabei alles andere als ein gewöhnlicher Waldbrand. Das Feuer breitet sich auf großer Fläche aus, gleichzeitig erschwert alte Weltkriegsmunition im Boden die Arbeit der Feuerwehr. Teilweise werden deshalb Brandschneisen angelegt, unter anderem mit Unterstützung von Bergepanzern der Bundeswehr. Auch Gegenfeuer kommen zum Einsatz, um die weitere Ausbreitung einzudämmen.

Für die Einsatzkräfte bedeutet das Arbeiten unter schwierigen Bedingungen: Hitze, Rauch, unwegsames Gelände und die Gefahr durch Munition machen den Einsatz besonders anspruchsvoll. Rund 500 Kräfte aus Nordrhein-Westfalen sollen im Schichtbetrieb eingesetzt werden, um die bisherigen Mannschaften abzulösen.

Für Ratingen ist der Einsatz auch deshalb bemerkenswert, weil die Stadt über Erfahrung mit überörtlicher Waldbrandbekämpfung verfügt. Bereits in der Vergangenheit rückten Ratinger Kräfte mit speziell für Vegetationsbrände geeigneter Technik zu größeren Waldbränden aus. Nun wird diese Expertise erneut gebraucht – diesmal beim größten Waldbrand des Landes NRW, seit Beginn der Datenerfassung.