Ratingen. Am Dienstag, 27. Oktober 2026, haben in Ratingen erneut Einsatzkräfte der Polizei und des Hauptzollamts Düsseldorf zusammen mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises sogenannte „Park & Fly“-Unternehmen kontrolliert und hierbei erneut mehrere Verstöße festgestellt.
„In der Zeit von 8 bis 13 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte in Ratingen mehrere Shuttle-Transporter, die augenscheinlich Park-Service-Anbietern zugeordnet werden konnten. Bei zwei Fahrzeugen wurde festgestellt, dass keine Genehmigungen für den gewerblichen Personentransport vorlagen und die Fahrer darüber hinaus über keine sogenannten Personenbeförderungsscheine verfügten“, sagt die Kreispolizeibehörde Mettmann. Entsprechende Berichte an das Straßenverkehrsamt und eingeleitete Verfahren waren die Folge und die Weiterfahrten wurden untersagt. Bei einer weiteren Kontrolle wurde festgestellt, dass ein Fahrzeug unbefugt in Gebrauch genommen wurde. Eine entsprechende Strafanzeige wurde gefertigt und die Weiterfahrt untersagt.
Als der Inhaber eines Anbieters bei einer Kontrolle erschien, stellten die Polizistinnen und Polizisten fest, dass dieser einen offenen Haftbefehl wegen des fahrlässigen Duldens des Fahrens ohne Fahrerlaubnis hatte. Der Haftbefehl wurde durch die Zahlung einer Ersatzfreiheitsstrafe außer Vollzug gesetzt.
Durch Einsatzkräfte des Hauptzollamts Düsseldorf wurde bei einer Kontrolle eine Strafanzeige wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts gefertigt. Sie zogen den Pass ein und informierten das zuständige Ausländeramt. Zudem wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Leistungsmissbrauchs und vier Strafanzeigen wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt gefertigt.
Zum Hintergrund des Einsatzes:
Immer mehr Reisende nutzen sogenannte „Park-Service“- oder „Park & Fly“-Dienstleistungen: Kundinnen und Kunden übergeben dabei am Flughafen ihr Auto an Unternehmen, die das Fahrzeug gegen eine Gebühr für die Dauer der Reise an einem zuvor vereinbarten Stellplatz parken.
In der Vergangenheit ergab sich für die Polizei in Ratingen der Verdacht, dass einzelne Unternehmen ihre Dienstleistungen nicht ordnungsgemäß betreiben und die Fahrzeuge ihrer Kundinnen und Kunden missbräuchlich benutzen, zum Beispiel für Shuttle-Fahrten, bis hin zur Begehung von Straftaten wie der Durchführung illegaler Straßenrennen.
So wurden im Bereich Ratingen nach Angaben der Polizei oft betroffene Fahrzeuge mit zum Teil erheblich erhöhten Kilometerständen oder Fahrzeugschäden an Kundinnen oder Kunden zurückgegeben. Es kam insbesondere im Bereich Ratingen-West zu Beschwerden von Anwohnenden, da die betroffenen Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum abgestellt wurden.
Vor diesem Hintergrund führten die Kreispolizeibehörde Mettmann, der Zoll und die Stadt Ratingen bereits mehrere gemeinsame Kontrolleinsätze durch




