Polizei und Jugendamt gemeinsam im Einsatz: Schnelle Hilfe für Minderjährige

0
4
Zwei Polizistinnen im Einsatz. Foto: Polizei (Symbolbild)
Zwei Polizistinnen im Einsatz. Foto: Polizei (Symbolbild)

Ratingen. Um die Zusammenarbeit zwischen Polizei und dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familie weiter zu stärken, haben Mitarbeiterinnen des städtischen Bezirkssozialdienstes nach Angaben der Polizei am Samstag, 24. Oktober 2026, bei der Polizei Ratingen hospitiert. Ziel des gemeinsamen Dienstes sei es gewesen, die Arbeitsabläufe der jeweils anderen Behörde besser kennenzulernen, bestehende Schnittstellen zu vertiefen und die Möglichkeiten einer noch engeren Zusammenarbeit im Interesse junger Menschen auszubauen.

Während der Hospitation erhielten die Mitarbeiterinnen tiefere Einblicke in die polizeiliche Arbeit, während sie den Dienstalltag der Ratinger Polizistinnen und Polizisten begleiteten. „Nicht nur im Rahmen intensiver Gespräche, sondern auch bei verschiedenen Einsätzen wurde deutlich, wie wichtig ein enger Austausch zwischen den beteiligten Institutionen ist“, heißt es aufseiten der Kreispolizeibehörde Mettmann.

Bei einem Einsatz wegen minderjährigen Ladendieben konnten die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes laut der Polizei direkt tätig werden und die Einsatzkräfte unterstützen. Da eine der Minderjährigen nicht in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben werden konnte, erarbeiteten die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes zielgerichtet eine geeignete Lösung. Eine individuell erstellte Vollmacht ermöglichte einem Familienmitglied die temporäre Betreuung der Minderjährigen. Darüber hinaus konnte ein bereits bestehendes Schutzkonzept für einen der Minderjährigen unmittelbar überprüft werden.

„Während die Polizei die strafprozessualen Maßnahmen durchführte, konnte das Jugendamt parallel seine fachliche Expertise einbringen und notwendige Maßnahmen zum Schutz und zur Betreuung der Minderjährigen abstimmen. So entstanden bereits während des Einsatzes konkrete Synergieeffekte: Informationen und fachliche Einschätzungen konnten zeitnah zusammengeführt und mögliche weitere Unterstützungsbedarfe frühzeitig erkannt werden“, erläutert die Kreispolizeibehörde.

So resümiert die Ratinger Polizei: Die Hospitation verdeutlichte  den Mehrwert einer engen behördenübergreifenden Zusammenarbeit. Durch die kurzen Kommunikationswege und die direkte Verfügbarkeit beider Behörden konnten zeitliche Verzögerungen vermieden und eine schnelle, flexible sowie am Kindeswohl orientierte Einsatzbewältigung gewährleistet werden. Die Polizei Ratingen und das Jugendamt setzen damit ein Zeichen für eine verantwortungsvolle Arbeit im Interesse von Kindern und Jugendlichen. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten eine gute Grundlage, um die Vernetzung zwischen Polizei und Jugendamt weiter zu stärken und zum Schutz junger Menschen nachhaltig auszubauen.