Höseler Wilhelm-Busch-Schule um Neubau erweitert

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Die Schulgemeinschaft der Wilhelm-Busch-Schule freut sich gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik und den am Bau Beteiligten über den neuen Ergänzungsbau in Hösel. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Mehr Platz, flexible Nutzungsmöglichkeiten und eine kindgerechte Lernumgebung: Der Ergänzungsneubau an der Wilhelm-Busch-Schule in Hösel ist seit Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb. Kurz vor den Herbstferien feierte die Schulgemeinschaft gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik sowie mit allen am Bau Beteiligten die Eröffnung des zweigeschossigen Gebäudes, das in kurzer Zeit realisiert werden konnte. Sechs multifunktionale Räume und großzügige Flurbereiche schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Unterricht und Betreuung.

Das Projekt ist das erste vollumfängliche Schlüsselfertigbauprojekt der Stadt Ratingen im Schulbau. Die Stabsstelle für besondere Hochbaumaßnahmen unter der Leitung von Stefan Welling startete im Frühjahr 2024 mit der Projektentwicklung. Nachdem zunächst eine Interimscontainerlösung im Raum stand, entschied sich die Verwaltung im Sommer 2024 für einen dauerhaften Neubau. Im September folgte der Baubeschluss, im Sommer 2025 begannen die Arbeiten. Bereits im Frühjahr 2026 waren der Hochbau und die Außenanlagen fertiggestellt, und pünktlich nach den Sommerferien standen die neuen Räume schließlich zur Verfügung. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt gut 2,6 Millionen Euro.

„Der Ergänzungsbau an der Wilhelm-Busch-Schule zeigt, wie wir den Schulbau in Ratingen schneller und zugleich nachhaltig voranbringen können. Die Stabsstelle für besondere Hochbaumaßnahmen hat das Projekt in kurzer Zeit entwickelt und mit großem Einsatz die Voraussetzungen für die zügige Umsetzung geschaffen“, sagte Bürgermeister Patrick Anders bei der Eröffnungsfeier. „Mein Dank gilt allen Beteiligten, die hervorragend an einem Strang gezogen und dieses schöne Schulhaus möglich gemacht haben.“ Die gute Zusammenarbeit hob auch Schulleiterin Katja Leuschner hervor und ergänzte: „Hier ist ein wundervoller Ort zum Lernen und Spielen entstanden, auch die Kinder sind einfach nur begeistert.“

Möglich wurde die kurze Bauzeit auch durch die Wahl eines erfahrenen Totalunternehmers: Die Firma Zimmermann-Haus aus dem Schmallenberger Sauerland verfügt über viel Erfahrung im Umgang mit dem Naturmaterial Holz, das bei diesem Projekt eine zentrale Rolle spielt. Bei der Holztafel- und Betonelementbauweise wurden komplette Wände mit Fenstern im Stammwerk vorgefertigt und per Tieflader zur Baustelle geliefert. Lediglich die Decke über dem Erdgeschoss wurde aus Brandschutzgründen aus Betonfertigteilen hergestellt.

Der Innenausbau erfolgte dann auf konventionelle Weise, wobei die geringeren Trocknungszeiten gegenüber einem Massivbau ebenfalls eine Zeitersparnis gebracht hat. Von außen und innen ist die Bauweise übrigens kaum zu erkennen: Sämtliche Fugen wurden durch die äußere Fassadenbekleidung mit Klinkerriemchen und vorgehängten Fassadenplatten in Holzoptik sowie die inneren üblichen Wandbeschichtungen überdeckt, so dass man den Eindruck eines konventionellen Massivbaugebäudes bekommt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Innenraumgestaltung. Das Büro null2elf entwickelte gemeinsam mit der Schulleitung und dem Amt für Schulverwaltung und Sport ein Konzept für multifunktionale Lernräume, die sich flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen lassen. Bewegliche Möbel ermöglichen es, die Räume morgens für den Unterricht und nachmittags für Spiel und Betreuung einzurichten. Auch die sogenannten Clusterbereiche im Spiel- und Lernflur bieten Platz für gemeinsames Lernen außerhalb der Klassenräume. Ergänzt wird das Konzept durch ruhigere Rückzugszonen und funktionale Garderobenbereiche. Sanfte Pastelltöne schaffen eine angenehme, beruhigende Atmosphäre.

Mit dem Ergänzungsbau reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Schul- und OGS-Plätzen in Hösel. Die sechs zusätzlichen Räume erweitern die Möglichkeiten der Wilhelm-Busch-Schule, Unterricht und Offenen Ganztag unter einem Dach zu organisieren. Begrünte Dachflächen, eine Photovoltaikanlage, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Luft-Wasser-Wärmepumpen und Fußbodenheizung runden das moderne und nachhaltige Gebäudekonzept ab.