Ratingen | Der Marktplatz war am Donnerstagabend fest in Fußball-Hand. Hunderte Besucher, überwiegend jung, verfolgten ab 22 Uhr das WM-Gruppenspiel Ecuador gegen Deutschland auf der Leinwand – und sorgten von Anpfiff an für eine ausgelassene Stimmung. (Bildergalerie am Ende des Artikels)
Traumstart, dann Ernüchterung
Das Spiel lieferte von Beginn an Dramatik. Bereits in der zweiten Minute traf Leroy Sané per Linksschuss zur deutschen Führung – der Jubel auf dem Marktplatz war entsprechend laut. Doch die Freude währte nur kurz: In der neunten Minute erzielte Nilson Angulo den Ausgleich für Ecuador, nachdem Felix Nmecha in der eigenen Hälfte den Ball verloren hatte.Im weiteren Verlauf agierte Ecuador zunehmend offensiver und stellte das System um, während Deutschland auf Umschaltmomente lauerte. Nach rund einer Stunde brachte Bundestrainer Julian Nagelsmann Deniz Undav, der bereits gegen die Elfenbeinküste als Joker getroffen hatte. Die erhoffte Wende blieb jedoch aus.
Den entscheidenden Treffer zum 2:1 erzielte Gonzalo Plata per Abstauber aus kurzer Distanz nach einer Ecke – Manuel Neuer sah dabei nicht vollends glücklich aus. In der Schlussphase stellte Ecuador auf eine Fünferkette um und verteidigte die knappe Führung über die Zeit.
Niederlage tut der Stimmung keinen Abbruch
Das 1:2 aus deutscher Sicht trübte die Feierlaune auf dem Ratingener Marktplatz kaum. Das vorwiegend junge Publikum nahm das Ergebnis sportlich – zumal Deutschland die Gruppenphase trotzdem als Sieger abschloss und ins Sechzehntelfinale einzog.
RMG-Geschäftsführer Dirk Bongards zeigte sich von der Resonanz beeindruckt. Er sah sich mit seinem Veranstaltungskonzept klar bestätigt und verwies besonders auf den Zuspruch beim jungen Publikum, das nicht nur aus Ratingen selbst kam, sondern auch aus den umliegenden Städten angereist war. „Eine gute Visitenkarte für unsere Stadt”, so Bongards. „Vor allem freut mich, dass der Aufruf zum Verzicht auf Glasflaschen so gut angenommen wurde. Der große Hauptteil der Besucher hat sich daran gehalten und wir mussten nur in ganz wenigen Fällen auf die neue Regelung hinweisen, die dann auch ohne weitere Diskussion akzeptiert wurde.”





