Gasthaus Pönt mit gutbürgerlicher Frische-Küche: Saisonal. Regional. Schmackhaft.

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Ella Bolaczek ist Gastronomin und Gastgeberin im „Gasthaus Pönt“ seit 2011. Foto: M. Machan

(mmm) Jetzt hat der Spargel Hochsaison. Auch bei Stanislawa Elzbieta („Ella“) Bolaczek, Gastgeberin und Gastronomin des Gasthauses „Pönt“ in Breitscheid. Der Spargel kommt in diesem gastlichen Haus mit seinem rustikalen Charme, dessen Grundsteinlegung auf das Jahr 1756 datiert ist und in früheren Zeiten als Zollstation diente, so auf den Tisch, wie ihn die Gäste lieben: vorab als Cremesuppe, dann gerne klassisch mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Begleitet wird die Königin der Gemüse und Genüsse wahlweise mit rohem oder gekochten Schinken, Schnitzel-Variationen oder einem Lachsfilet.

Ganzjährig ein Bestseller auf der abwechslungsreichen Speisekarte sind die Endivienkartoffeln, ein echter rheinischer Klassiker, der hier zuletzt eine wunderbare Liaison mit einem auf der Haut gebratenen Skrei-Filet (Winterkabeljau), gerne aber auch in Kombination mit Lachs oder einem Kalbschnitzel, eingeht. Ob Matjesfilet nach „Hausfrauen Art“, Bauernsülze mit hausgemachter Remoulade oder Schweinerückensteak mit Röstzwiebeln: Die ständig wechselnde Speisekarte liest sich „gutbürgerlich“ – und ist es auch. Aber im besten Sinne! Im Gasthaus Pönt mit seinen zehn Mitarbeitenden in Küche und Service kommt eine ehrliche wie traditionelle, oft herzhafte und solide deutsche Kochkunst auf Basis klassischer Zubereitung auf den Tisch. Vor allem aber setzt man auf regionale wie saisonale Zutaten. Convenience-Produkte wie eine Hollandaise aus dem Tetrapack oder Champignons aus dem Glas sind tabu, alle Saucen und Dressings werden frisch zubereitet. „Ich schaue mir die Lebensmittel beim Einkauf ganz genau an“, sagt Bolaczek, die ihr Handwerk vier Jahre lang an einer Hotelfachschule in ihrer polnischen Heimat gelernt hat und das „Pönt“ seit 2011 als Inhaberin betreibt.

Verkehrsgünstig. Einladend. Gastfreundlich.

Apropos Saison: Auf den Spargel folgt bald der Matjes, saisonales Obst und Gemüse von den Feldern und Höfen der Region, dann Pfifferlinge und Steinpilze, später zum Jahresfinale die Martinsgans. So weit ist es aber noch lange nicht: Wir freuen uns derweil auf einen taufrischen Wildkräutersalat mit Ziegenkäse, Garnelen in einer würzigen Pfeffer-Tomatensauce oder einen geschmacktiefen, butterzarten Düsseldorfer Senfrostbraten. Ob Mittagstisch (wo gibt es das heute noch), Wochen-Empfehlungen (wie aktuell der Zander auf Endivienkartoffeln oder Schweinefiletstreifen in Champignonrahm mit Rösti), Pfannkuchen-Tag (immer mittwochs; beispielsweise mit Speck, Serrano-Schinken, Camembert) oder Schnitzel-Tag (donnerstags), ob Königsberger Klopse oder Kalbsleber, Cordon Bleu oder Pönt Burger, hier findet kulinarisch jeder Gast das, wonach ihm gerade ist. Vom Fass kommen Füchschen Alt und KöPi, die Weinkarte mit Positionen von der Pfalz bis nach Italien zeugt von Kennerschaft. Bolaczek: „Schlemmen und Genießen bedeutet für uns, die Ansprüche, die unsere Gäste an uns haben, konstant und stets aufs Neue unter Beweis zu stellen.“

Unschlagbar ist die Lage des Gasthauses, nur den Steinwurf vom Breitscheider Kreuz entfernt. Und so kommen neben den Stammgästen aus den umliegenden Hotels und Ratinger Stadtteilen viele Gäste aus dem Kreis Mettmann und umliegenden Großstädten wie Essen, Mülheim, Düsseldorf, Duisburg oder Krefeld über die Autobahnen A3, A 52 und A 548. Ein großer, eigener Parkplatz steht dabei ebenso auf der „Haben“-Seite wie ein einladender Biergarten (40 Plätze) oder die urgemütliche Gaststube (50 Plätze) mit frischen Blumen auf jedem Tisch und weißer Tischwäsche. Das sind vermeintlich kleine Details, wirken aber ungemein einladend und gastfreundlich! (https://gasthaus-poent.de/)