Collegium Musicum: „Klassik. Live. Jetzt.“ am Muttertag in Lintorf

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Gefeierter Auftritt des „Collegium Musicum“ mit dem neuen Dirigenten Enrique Carlsson. Das nächste Konzert findet am Muttertag in Lintorf statt. Foto: privat

(mmm) Ein Nachmittag voller Premieren: Jede Menge neue Musikerinnen und Musiker, die jetzt für eine geradezu orchestrale Klangfülle sorgen, mit Enrique Carlsson ein neuer Dirigent am Pult und ein seit Januar neu einstudiertes Programm mit Werken von Mozart und Beethoven, das am 19. April in der Friedenskirche in Ratingen-Ost mit der Gesangssolistin Julie Marschall (Sopran) für reichlich Applaus, gar Begeisterung sorgte. Das Konzert verpasst? Kein Problem. Am Muttertagsonntag, (10. Mai, 17 Uhr) gibt es in der evangelischen Kirche in Lintorf (Konrad-Adenauer-Platz 9) unter dem musikalischen Motto „Klassik. Live. Jetzt.“ das „da capo“ mit gleichem Programm. Nicht wenige Gäste, die beim ersten Konzert dabei waren, wollen sich auch die Aufführung in Lintorf nicht entgehen lassen. Und das aus gutem Grund: Karin Jerutka, die 1. Vorsitzende des Orchesters: „Der Auftritt war großartig! Das Ratinger Jubiläumsjahr konnte für uns besser gar nicht beginnen.“

Auf dem Programm für das Konzert am Muttertag in Lintorf stehen das Divertimento in F KV 138 von Wolfgang Amadeus Mozart, Arien aus Mozarts Opern „Don Giovanni“ und „Le Nozze di Figaro“ sowie abschließend die Sinfonie Nr. 1 von Ludwig van Beethoven. „Wir freuen uns darauf, unsere Spielfreude erneut auf die Bühne zu bringen“, kündigt Jerutka an. Bekanntlich konnte das Ensemble mit Enrique Carlsson einen jungen wie engagierten, aber bereits etablierten Dirigenten für sich gewinnen.

Ein Nachmittag voller Premieren

Carlsson studierte Violine, Musikwissenschaft und Musiktheorie mit Schwerpunkt Orchesterleitung an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf. Studien im Bereich Jazz-Arrangement – u.a. in Boston und London – folgten. Als Dozent ist Carlsson für Musiktheorie an der Folkwang Universität in Essen sowie an der Robert Schumann Hochschule tätig. In der Praxis konzertiert er sich als Violinist als Solist, Konzertmeister, Orchestergeiger und in unterschiedlichen Kammermusikformationen im In- und Ausland. Seine Arrangements werden von namhaften Orchestern u.a. in der Elbphilharmonie, im Whitney Museum of American Art (New York) oder beim Schleswig-Holstein Musikfestival aufgeführt. Damit nicht genug: Carlsson unterstützt zudem die Arbeit von Jugend- und Laienensembles, etwa als Dirigent des sinfonische Blasorchester Brass in Concert, des Collegium Musicum und des Orchesters der Landesregierung NRW.

Das Collegium Musicum Ratingen, 1949 gegründet und eine echte musikalische Institution, die aus dem Kulturleben der Stadt nicht wegzudenken ist, tut die neue sinfonische Stärke durch das Mitwirken von Oboe, Flöten Klarinette, Hörnern und Fagott, sicht- und hörbar gut. Ein Schwelgen in Harmonien. „Wir konnten das Orchester innerhalb eines halben Jahres um zwölf Musikerinnen und Musiker auf 35 erweitern. Dadurch haben wir ein besseres Klangerlebnis bereits während der Probe und für die Konzerte natürlich auch eine wesentlich größere Auswahl an Stücken für eine harmonische Mischung aus Kammerkonzert, Sinfoniekonzert und Arien“, so Jerutka. Schön auch: Sopranisten Julie Marschall, zuhause zwischen Oper und Konzerten, Klassik und Musical – man konnte sie u.a. in der Opernproduktion „Die Schneekönigin“ an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf erleben – erwies sich als kongeniale Solisten. Alles noch einmal zu erleben am Muttertag in Lintorf.