Ratingen | Der barrierefreie Umbau der Ratinger Bushaltestellen geht in die nächste Runde. Ab Montag, 20. Juli, beginnen Arbeiten an der Haltestelle „Im Bruch” in Hösel. Gleichzeitig startet an der Haltestelle „Rehhecke” in Lintorf der zweite Bauabschnitt.
Für Autofahrer sind damit erneut Umleitungen, Engstellen und zeitweise längere Wartezeiten verbunden.
Halber Kreisverkehr in Hösel gesperrt
Besonders umfangreich fallen die Verkehrsänderungen in Hösel aus. Die Haltestelle „Im Bruch” liegt an der Heiligenhauser Straße unmittelbar am Kreisverkehr Sinkesbruch. Bis voraussichtlich 11. September wird jeweils eine Hälfte des Kreisverkehrs gesperrt. Der Verkehr wird in beide Richtungen durch den verbleibenden Bereich geführt und mit einer Baustellenampel geregelt.
Aus der Beuthener Straße und der Straße Sinkesbruch kann während der Bauzeit nicht mehr in den Kreisverkehr eingefahren werden. Die Ausfahrt aus dem Kreisverkehr bleibt dagegen möglich. Als Teil der Umleitung werden vorübergehend auch die Poller an der Danziger Straße entfernt.
Buskaps statt Busbuchten
Die bisherigen Busbuchten werden durch sogenannte Buskaps ersetzt. Dabei wird der Haltebereich unmittelbar an den Fahrbahnrand verlegt. Die Busse können den 18 Zentimeter hohen Bordstein gerade anfahren, wodurch Fahrgäste mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen leichter ein- und aussteigen können. Zusätzlich entstehen größere Wartebereiche, neue Wartehallen, Fahrradbügel sowie ein mit taktilen Elementen ausgestatteter Überweg für sehbehinderte Menschen.
Einbahnstraße in Lintorf
In Lintorf wird der Breitscheider Weg bis voraussichtlich 14. August halbseitig gesperrt und zur Einbahnstraße in Richtung Rehhecke. Der Gegenverkehr wird über den Parkplatz des Schulzentrums geleitet. Auch dort wird aus der bisherigen Busbucht eine Fahrbahnrandhaltestelle. Hinzu kommen neue Leuchten und Wartehallen mit begrünten Dächern.
Bereits umgebaute Haltestellen
Baustellen dieser Art prägen das Ratinger Verkehrsgeschehen bereits seit Beginn des Jahres. An der Steinhauser Straße in Homberg wurden die beiden Haltepunkte der Haltestelle „Ulmenstraße” umgebaut. Wegen der Nähe zur stark belasteten Kreuzung mit der Meiersberger Straße musste die Verkehrsführung während der Arbeiten mehrfach angepasst werden. Unter anderem wurden Arbeitszeiten verlängert und eine zeitweise Freigabe der Straße in beide Richtungen erprobt, um Rückstaus zu verringern.
Im Mai und Juni folgte die Haltestelle „Eckampstraße” auf der Westtangente. Dort wurde ebenfalls eine halbseitige Sperrung mit Baustellenampel eingerichtet. Gleichzeitig erhielt der Fußgängerüberweg taktile Elemente. Im Juni wurden außerdem die Haltepunkte „Dieselstraße” an der Berliner Straße zu Buskaps umgebaut.
Zweite Ausbaustufe ab 2027
Die Maßnahmen gehören zur ersten Ausbaustufe eines städtischen Programms mit insgesamt 13 Haltepunkten. Eine zweite Stufe hat der Rat bereits beschlossen: Ab 2027 sollen zehn weitere Bussteige an sieben Haltestellen folgen. Vorgesehen sind dafür knapp 1,1 Millionen Euro, wobei die Stadt mit einer weitgehenden Förderung durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr rechnet.




