
Ratingen. Nicht einmal zwei Monate ist es her, dass auf der Baustelle der neuen Heinrich-Schmitz-Schule in Ratingen-Lintorf der Hochbau begann. Nun ist der viergeschossige Baukörper bereits fertiggestellt worden und erweist sich im Vergleich zum klassischen Rohbau sogar als fortgeschrittener:
Die Heinrich-Schmitz-Schule wird in Modulbauweise errichtet, das bedeutet, dass Decken- und Wandteile inklusive Fenster in der Fabrik vorgefertigt und an Ort und Stelle nur noch montiert werden. Ein klassisches Richtfest fällt bei dieser Bauweise nicht an, aber die Totalunternehmer-Firma Kleusberg wollte es dennoch nicht versäumen, den vielen am Bau beteiligten Handwerkern zu danken. Deshalb wurde die Fertigstellung des Baukörpers mit einem „Handwerkerfest“ gefeiert.
Die neue Schule entsteht auf einem seit längerem nicht mehr genutzten Sportplatz des Schulkomplexes an der Brandsheide. Die Module konnten präzise im Werk in Sachsen vorgefertigt werden, während auf dem Baufeld die Gründungsarbeiten liefen. Die Vorplanung erstellte die städtische Stabsstelle für besondere Hochbauprojekte, bevor die Gesamtmaßnahme in die Hände der Firma Kleusberg gegeben wurde. Wie die Stadt Ratingen mitteilt, entsteht hier trotz der Schnelligkeit ein hochwertiger, robuster und nachhaltiger Neubau, der alle Ansprüche einer modernen Schule erfüllt.
Wie überdimensionierte Legosteine waren die insgesamt 144 Module in den vergangenen Wochen an die vorgesehene Stelle im Bau eingepasst worden. Nun läuft der Innenausbau, und die Fassade wird noch verklinkert. Sie wird farblich das Erscheinungsbild der unmittelbar benachbarten, ebenfalls noch recht neuen Kita an der Brandsheide aufnehmen. Wenn alles weiter so glatt läuft wie bisher, dürfte die Schule bis Ende des Jahres fertig gebaut sein. Voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 kann die Heinrich-Schmitz-Schule von der Duisburger Straße in den nahegelegenen Neubau umziehen. Dort stehen ihr dann mehr Räume mit einer großzügigeren Ausstattung zur Verfügung.




