Mehr Frauen in die Politik: Kreis Mettmann unterstützt Aktionstag “ParitätJetzt”

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Die Ratinger Gleichstellungsbeauftragte Nadine Mauch macht auf den bundesweiten Aktionstag #ParitätJetzt aufmerksam. Foto: Stadt Ratingen
Die Ratinger Gleichstellungsbeauftragte Nadine Mauch macht auf den bundesweiten Aktionstag #ParitätJetzt aufmerksam. Foto: Stadt Ratingen

Ratingen. Frauen stellen rund die Hälfte der Bevölkerung dar, in den Parlamenten sind sie jedoch weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Darauf machen die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann anlässlich des bundesweiten Aktionstags #ParitätJetzt am 24. Juni aufmerksam.

Unter dem Motto „Zur Hälfte des Jahres für die Hälfte der Macht“ setzt sich die Initiative #ParitätJetzt für eine gleichberechtigte politische Teilhabe von Frauen ein. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil derzeit bei lediglich 32,4 Prozent. „Demokratie braucht die Perspektiven und Erfahrungen von Frauen. Wenn Frauen in Parlamenten deutlich unterrepräsentiert sind, ist politische Macht ungleich verteilt“, erklären die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann. „Parität bedeutet, dass Frauen dort gleichberechtigt mitentscheiden, wo über die zentralen Fragen unseres Zusammenlebens entschieden wird.“

Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann beraten regelmäßig über aktuelle gleichstellungspolitische Themen. Dazu gehört auch die Frage, wie Frauen stärker sichtbar werden und sich politisch engagieren und mitgestalten können. Die Ratinger Gleichstellungsbeauftragte Nadine Mauch betont: „Parität in der Politik bedeutet nicht, die Gesellschaft zu teilen – sondern sie vollständig sichtbar zu machen. Nur wenn Frauen und Männer gleichermaßen an politischen Entscheidungen beteiligt sind, werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Erfahrungen angemessen berücksichtigt.“

Der Aktionstag fällt in eine Zeit, in der erneut über das Wahlrecht und Möglichkeiten einer stärkeren politischen Repräsentanz von Frauen diskutiert wird. Dabei geht es auch um die Frage, ob verbindliche Regelungen für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern geschaffen werden können. Bereits die Reformkommission des Bundestages hat hierzu verschiedene Vorschläge beraten.

Seit dem letzten Tag des Grundgesetzes am 23. Mai läuft zudem die Petition „Keine halbe Demokratie: 50 Prozent Frauen im Bundestag“. Sie fordert eine Änderung des Wahlrechts mit dem Ziel, Frauen und Männer künftig im Deutschen Bundestag gleichberechtigt zu vertreten. Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Mettmann rufen dazu auf, die Petition zu unterstützen und das Thema Parität in Parteien, Vereinen, Gremien und im persönlichen Umfeld sichtbar zu machen. Weitere Informationen sind unter www.paritaetjetzt.de erhältlich.