
(mmm) Wenn Damian Apfeld, Trainer des Oberliga-Vizemeisters Ratingen 04/19, über die Germania spricht, kommt er ins Schwärmen: „Seriöse Vereinsführung, tolle Infrastruktur und ein menschliches Umfeld.“ Mehr noch: Mit der sportlichen Entwicklung habe man auch das Umfeld in der Stadt aufgeweckt: „Der Support in den letzten Heimspielen oder auch beim Saisonfinale in Monheim war einfach super und für einen Verein in der Oberliga nicht selbstverständlich. Vielen Dank für die tolle Unterstützung!“ Der insbesondere in der Rückrunde ständig gewachsene Fan-Support, den es so in dieser Form in Ratingen noch nicht gegeben hat, steht unstrittig auf der Haben-Seite der Saison-Bilanz. Apfeld mit Blick auf die Saison 2026/2027: „Die Erwartungshaltung ist sicherlich noch etwas größer als vor einem Jahr. Wir wollen die Euphorie, die in den letzten Monaten rund um den Verein entstanden ist, weiter fördern.“
Einer, der großen Anteil daran hat, ist Torsten Kimura. Der 56-Jährige begleitet den Verein seit 2014 „mit Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und Emotionen“. Mehr noch: „Der RSV ist für mich wie eine Familie.“ Lautstark und mit immer neuen Impulsen habe er sich im „familienfreundlichen Traditionsverein“ einbringen dürfen. „Brücken zu bauen und Fußball-Verliebte zu begeistern, das liegt mir, sofern es meine Zeit zulässt, immer wieder am Herzen.“
Lautstarke wie tatkräftige Unterstützung bekommen Kimura und die „Edelfans“ der Germania durch ein gutes Dutzend Ratinger Kids, die auf der Haupttribüne bei Heimspielen oder der Gegengerade bei Auswärtsspielen eine echte Bereicherung für die Vereinskultur sind. Mit Trommeln, Fahnen, Bannern, Schlachtrufen und Gesang sorgt die junge Truppe für eine lautstarke Unterstützung, die in der 5. Liga einen Unterschied macht. Dass da eine echte Fan-Base entsteht, war auch an den stimmungsvollen Choreographien der letzten Heimspiele zu beobachten. Zur familiären Atmosphäre des Vereins passt aber auch: In der Halbzeitpause werden die jungen Fans zur Stärkung mit Getränken und Würstchen versorgt.
„Gemeinsam kann man vieles schaffen“
Eine spezielle Aufgabe oder Bezeichnung für das, was Kimura bei Ratingen 04/19 praktiziert, gebe es nicht. „Ich war immer der Auffassung, selbst mit anzupacken, wenn man etwas bewegen möchte.“ Abwarten, bis andere was machen, sei nie sein Ding gewesen. „Und so begann ich, eine künstlerische Note in den Verein einzubringen, in dem ich zwei große Fahnen und 13 Banner gestaltet habe. Wir bekommen immer wieder Gänsehaut, wenn wir beim Einlauf der Spieler die großen RSV-Fahnen schwenken und dabei die Vereinshymne gespielt wird. Das ist ein besonderes Gefühl.“
Bedanken möchte sich Kimura bei den vielen Ratingern, die bei den Heimspielen im Stadion die vorbereiteten Banner ausrollen und hochhalten. „Wir versuchen alles zu geben, um die Mannschaft bestmöglich und mit vollem Einsatz zu unterstützen.“ Und so könnte sein eigenes Lebensmotto auch aus dem imaginären Buch der Fußball-Weisheiten entlehnt sein: „Kämpfen und immer an sich glauben. Niemals aufgeben. Nur gemeinsam kann man vieles schaffen.“




