Der Ratinger Rat beschließt: Klimakonzept, Kita-Hilfen und Parkhaus-Sperre Sitzung vom 14. Juli bringt Weichenstellungen für Finanzen und Stadtentwicklung

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Das Rathaus in Ratingen auf der Mitoritenstraße, Bild: Alexander Heinz
Das Rathaus in Ratingen auf der Mitoritenstraße, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Der Rat der Stadt Ratingen hat in seiner Sitzung am 14. Juli eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die von der Finanzlage über Klimaschutz und Kinderbetreuung bis hin zu Verkehr und Stadtentwicklung reichen.

Haushalt nahezu ausgeglichen

Finanziell schloss die Stadt das Haushaltsjahr 2024 nahezu ausgeglichen ab. Bei einem Haushaltsvolumen in mittlerer dreistelliger Millionenhöhe blieb ein Defizit von lediglich 79.000 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen lagen mit rund 138 Millionen Euro genau im erwarteten Bereich. Auch die Stadtwerke meldeten ein positives Ergebnis: Von einem Überschuss von 5,4 Millionen Euro werden 2,2 Millionen Euro an die Stadt und 1,5 Millionen Euro an die rhenag AG ausgeschüttet. Rund 1,7 Millionen Euro fließen in die Rücklage.

Kita-Hilfen und Sprachförderung verlängert

Im sozialen und pädagogischen Bereich verlängerte der Rat mehrere bewährte Programme. 16 vom Land geförderte Stellen für Kita-Helferinnen und Kita-Helfer bleiben für ein weiteres Jahr bestehen und entlasten das pädagogische Personal bei nichtpädagogischen Aufgaben. Ebenfalls verlängert werden – vorbehaltlich der Förderung – fünf Halbtagsstellen für Sprachförderung in vier Kindertagesstätten. Zudem nahm der Rat die Ergebnisse des Runden Tisches gegen Einsamkeit zustimmend zur Kenntnis. Aus der Veranstaltung sind bereits erste Projekte entstanden, die nun weiterentwickelt werden sollen.

49 Maßnahmen für den Klimaschutz

Ein zentraler Beschluss betrifft den Klimaschutz. Das fortgeschriebene städtische Konzept umfasst 49 Maßnahmen bis zum Jahr 2035. Es verbindet die Verringerung von CO₂-Emissionen mit Anpassungen an Hitze, Starkregen und Überflutungen. Vorgesehen sind unter anderem mehr Grün und Schatten, erneuerbare Energien, klimafreundliche Mobilität, Energiesparen und Hochwasserschutz.

Buslinie bleibt, Netzumbau wartet

Auch im Verkehr gab es eine wichtige Entscheidung: Die Buslinie 753 wird weiterhin bis zum S-Bahnhof Ratingen-Ost geführt. Ein größerer Umbau des Liniennetzes zwischen Mülheim und Ratingen wird zunächst zurückgestellt und soll auf Grundlage des neuen Nahverkehrsplans erneut geprüft werden.

Parkhaus-Sperre und neue Bebauungspläne

In Ratingen-West soll eine Veränderungssperre verhindern, dass ein geplantes Parkhaus im Gewerbegebiet an Kaiserswerther Straße, Dieselstraße, Boschstraße und Mieleplatz für Flughafenparker genutzt wird. Am Voisweg wiederum soll ein neuer Bebauungsplan die gewerbliche Nachnutzung des früheren Esprit-Outlet-Geländes ermöglichen. Für das wachsende Schul- und Sportzentrum Lintorf ist zudem ein Reserveparkplatz unter den Hochspannungsleitungen an der Brandsheide vorgesehen – Anlass sind der Bau der neuen Heinrich-Schmitz-Schule und geplante neue Sporthallen.

Kunstschenkung und neue Amtsleitungen

Der Rat genehmigte außerdem einen verkaufsoffenen Sonntag zum Lintorfer Dorffest am 6. September. Das Museum Ratingen erhält mehrere bedeutende Kunstwerke als Schenkung, darunter Arbeiten von Norbert Tadeusz, Heinz Mack, Robin Page und Erika Maria Riemer-Sartory. Schließlich wurden zwei Amtsleitungen neu besetzt: Alexander Meinhardt übernimmt zum 1. August das Kulturamt, Merle Möhlenbeck das Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung.