CDU fordert Hitzeschutzstrategie für Schulen und Kitas

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Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat Ratingen, Bild: CDU
Stefan Heins, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat Ratingen, Bild: CDU

Ratingen | Die CDU-Fraktion im Ratinger Stadtrat will den Hitzeschutz in städtischen Schulen und Kindertageseinrichtungen systematisch weiterentwickeln. Mit einem Antrag vom 6. Juli fordert sie die Verwaltung auf, mögliche bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen zu prüfen und daraus eine langfristige Strategie zu entwickeln.

Anlass seien zahlreiche Gespräche mit Eltern und pädagogischen Fachkräften, die von einer zunehmenden Belastung durch hohe Temperaturen in Klassen- und Betreuungsräumen berichtet hätten. Nach Auffassung der CDU beeinträchtigt Hitze nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Konzentrations- und Lernfähigkeit von Kindern und Jugendlichen.

Eine pauschale Forderung nach Klimaanlagen erhebt die Fraktion ausdrücklich nicht. Stattdessen soll für jedes Gebäude geprüft werden, welche Lösung technisch sinnvoll, wirtschaftlich vertretbar und energetisch angemessen ist. In Betracht kommen unter anderem Sonnenschutzfolien, außenliegende Jalousien oder Markisen, verbesserte Lüftungs- und Nachtlüftungskonzepte sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Auch aktive Kühlsysteme sollen dort untersucht werden, wo sie einen erkennbaren Nutzen bringen.

Darüber hinaus soll die Verwaltung feststellen, welche Einrichtungen aufgrund ihrer Bauweise, Ausrichtung oder bereits bekannter Probleme besonders betroffen sind. Ebenfalls geprüft werden sollen Fördermöglichkeiten von Bund und Land.

Besonderen Handlungsbedarf sieht die CDU bei Kindertageseinrichtungen und Grundschulen. Dort seien die Möglichkeiten, auf große Hitze mit verkürzten Betreuungszeiten zu reagieren, wegen der Betreuungspflichten begrenzt. Fraktionsvorsitzender Stefan Heins betont, eine Hitzeschutzstrategie diene deshalb nicht nur den Kindern, sondern auch dem Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten.

Der Antrag ist als ergebnisoffener Prüfauftrag formuliert. Auf Grundlage der Untersuchung sollen spätere Investitionen gezielt und nach Dringlichkeit priorisiert werden.