Buckelkreisverkehr in Hösel geht in die Verlängerung

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Kreisverkehr mit Baustelle nach dem Wasserrohrbruch, Bild: Alexander Heinz
Kreisverkehr mit Baustelle nach dem Wasserrohrbruch, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Der Kreisverkehr an der Bahnhofstraße am Hösel-Center ist seit Jahren in schlechtem Zustand – und das, obwohl die Sanierung politisch beschlossen und die Haushaltsmittel eingeplant sind. Ausgeschrieben wurde die Maßnahme bislang trotzdem nicht. Nun droht die für 2026 geplante Umsetzung erneut ins nächste Jahr zu rutschen. Im Bezirksausschuss Hösel/Eggerscheidt wächst der Unmut.

Parteiübergreifende Kritik an der Verwaltung

CDU, Bürger-Union und SPD machen gemeinsam Druck. Der Kreisverkehr gilt als einer der meistbefahrenen Knotenpunkte im Bezirk – ein weiterer Aufschub sei nicht hinnehmbar, so der parteiübergreifende Tenor.

Die Dringlichkeit hatte sich bereits im Sommer 2025 gezeigt: Ein Wasserrohrbruch an der Hauptwasserleitung im Bereich des Kreisverkehrs führte zu wochenlanger Teilsperrung und erheblichen Verkehrsproblemen in Hösel und Eggerscheidt.

„Es ist schwer zu erklären, warum eine Maßnahme, für die die Mittel längst bereitstehen, immer wieder nach hinten verschoben wird”, sagt Robin Langer, CDU-Ratsherr und Vorsitzender der CDU Hösel/Eggerscheidt. Dr. Michael Krömker, Ratsmitglied der Bürger-Union, ergänzt, der bauliche Zustand vertrage keinen weiteren Aufschub: Es gehe nicht um eine politische Wunschliste, sondern um eine beschlossene und finanzierte Maßnahme.

Weitere Baustellen erhöhen den Druck

Zusätzliche Brisanz entsteht durch laufende Baumaßnahmen im Umfeld, unter anderem an der August-Thyssen-Straße und der Ruhrtalbrücke. Je länger die Sanierung des Kreisverkehrs verschoben werde, desto schwieriger werde es, sie sinnvoll in die Verkehrsplanung einzubinden.

CDU-Ratsfrau Tatjana Pfotenhauer betont die Bedeutung des Knotenpunkts im Alltag der Anwohner. Hans-Günther Linauer von der SPD stellt fest, die Menschen in Hösel fragten zu Recht, wann endlich etwas passiere.

Michael Droste, erster stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Bezirksausschusses, bringt die gemeinsame Forderung auf den Punkt: Die Mittel seien vorhanden, die Notwendigkeit unstrittig, der politische Wille da. Nun brauche es ein klares Signal der Verwaltung, dass die Ausschreibung unverzüglich auf den Weg gebracht werde.