Ratingen | Einsamkeit betrifft längst nicht nur ältere Menschen. Fehlende soziale Kontakte, gesundheitliche Einschränkungen, Veränderungen im persönlichen Umfeld oder schwierige Lebenssituationen können Menschen jeden Alters treffen. Die Stadt Ratingen will deshalb gezielt Projekte unterstützen, die Begegnung ermöglichen und gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Der Rat hat dafür insgesamt 50.000 Euro Fördermittel bereitgestellt. Anträge können ab sofort beim Amt für Soziales, Wohnen und Integration gestellt werden.
Grundlage ist eine Beteiligungsveranstaltung zu Beginn des Jahres. Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte, Vereine und Initiativen hatten dort gemeinsam Ideen entwickelt, wie Menschen in Ratingen leichter miteinander in Kontakt kommen und soziale Isolation überwunden werden kann.
„Die große Resonanz hat deutlich gemacht, wie groß das Interesse und die Bereitschaft sind, sich für ein stärkeres Miteinander in unserer Stadt einzusetzen“, erklärt Sozialdezernent Harald Filip. Die Förderung solle nun helfen, aus den damals entwickelten Ideen konkrete Angebote entstehen zu lassen.
Unterstützt werden können unter anderem Projekte, die Begegnungen schaffen, soziale Kontakte fördern oder Menschen den Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten erleichtern. Auch niedrigschwellige Unterstützungsangebote sowie neue und innovative Ansätze gegen Einsamkeit kommen für eine Förderung infrage.
Antragsberechtigt sind unter anderem Vereine, freie Träger, Initiativen, Schulen, Jugendgremien und städtische Fachbereiche. Voraussetzung ist ein nachvollziehbarer Bezug zum Thema Einsamkeit.
Weitere Informationen erteilt die städtische Koordinatorin für seniorengerechte Quartiersentwicklung, Astrid Kapels, unter Telefon 02102/550-5066 oder per E-Mail an astrid.kapels@ratingen.de.
Damit verbindet die Stadt die Förderung ausdrücklich mit einem Ziel: Aus guten Ideen sollen konkrete Orte und Gelegenheiten für mehr Begegnung in Ratingen entstehen.




