
Ratingen | Die Ratingen Marketing GmbH hatte vom 18. bis 21. Juni zum Genießerwochenende in die Innenstadt eingeladen. Geplant waren Food-Trucks, ein Fischmarkt, eine Kunstmeile, ein Dîner en blanc sowie ein Public Viewing. Das Wetter und kurzfristige Absagen prägten den Verlauf der vier Tage deutlich.
Regen bremst den Start
Am Freitag setzte starker Regen ein. Die Food-Trucks und Essensstände hatten dadurch von Beginn an mit wenig Andrang zu kämpfen. Der kulinarische Teil des Wochenendes erholte sich davon im weiteren Verlauf nur bedingt.
Am Sonntag fehlten zudem zwei größere Anbieter auf dem Fischmarkt. Beide hatten kurzfristig abgesagt. Gerade diese Stände hatten in den Vorjahren zu den meistbesuchten Punkten auf dem Rathausvorplatz gehört.
Geschäftsführer zieht trotzdem positive Bilanz
Dirk Bongards, Geschäftsführer der Ratingen Marketing GmbH, bedauerte den Ausfall der beiden Fischmarkt-Stände. Ein negatives Gesamtfazit zog er dennoch nicht. Am Wetter lasse sich nichts ändern, man könne nur das Beste daraus machen, sagte er.
Besonders positiv bewertete Bongards den Zuspruch beim Dîner en blanc im Arkadenhof. Ein aufziehendes Gewitter zwang die Veranstaltung zwar zu einem vorzeitigen Ende. Viele Gäste blieben dennoch vor Ort und verlagerten sich in die Arkaden, wo die Veranstaltung in kleinerer Runde weiterging.
Public Viewing trotz später Anstoßzeit gut besucht
Auch das Public Viewing am Samstagabend auf dem Marktplatz fand Zuspruch. Das Spiel der Nationalmannschaft begann erst um 22 Uhr, der Bereich vor der Videowand war dennoch gut gefüllt. Kurz nach Spielende zog ein heftiges Gewitter über die Stadt, das für eine unruhige Nacht sorgte. Der Besucherandrang am Sonntag setzte entsprechend später ein als geplant.
Kunstmeile als Lichtblick am Sonntag

Auf der Lintorfer Straße zwischen Marktplatz und evangelischer Stadtkirche zeigten mehrere Künstler ihre Arbeiten und boten sie zum Verkauf an. Mittelpunkt war die Urban Gallery, die ebenfalls geöffnet hatte. Musiker Alexander Seidl sorgte mit mehreren Liedern für einen ruhigen Ausklang. Einige Besucher blieben länger sitzen, als sie ursprünglich vorhatten, und ließen den Tag im Wind der Lintorfer Straße ausklingen.

Früherer Eventgastronom sieht Entwicklungsbedarf
Rudi Eggenkämper, früher zuständig für die Gastronomie im Kölner Zoo, ordnete das Format aus fachlicher Sicht ein. Die Grundidee eines Fischmarktes funktioniere gut, weil Besucher damit klare Erwartungen verbänden. Ob diese Erwartungen in diesem Jahr erfüllt worden seien, ließ er offen – gerade weil Ratingen mit dem Stadtjubiläum auch Besucher von außerhalb ansprechen wolle.
Die Ergänzung um eine Kunstmeile bewertete Eggenkämper positiv. Sie schaffe zusätzlichen Raum für Kultur und ziehe das Angebot insgesamt auseinander. Beim kulinarischen Teil sah er dagegen noch Luft nach oben. Aus seiner Sicht brauche es eine engere Abstimmung der einzelnen Angebote, auch mit Ratinger Gastronomen und Einzelhändlern. Eine gemeinsame Planung könne dafür sorgen, dass alle Beteiligten auf ein einheitliches Konzept hinarbeiten.
Gemischtes Fazit zum Wochenende
Regen, Absagen und Lücken beim kulinarischen Angebot prägten das Genießerwochenende stärker als erwartet. Dîner en blanc, Public Viewing und Kunstmeile zeigten dagegen, dass die Innenstadt bei passender Atmosphäre durchaus Besucher anzieht. Für künftige Ausgaben dürfte es vor allem darauf ankommen, die einzelnen Programmpunkte besser miteinander zu verzahnen.




