(mmm) Lust auf einen Kurzurlaub in Griechenland mit Tsatsiki und Kafteri, Mussaka und Souvlakia oder selbst gemachtem Gyros weitab von Schnellimbiss-Qualität? Fündig werden wir im Restaurant „Aphrodite“ an der Mülheimer Straße, nur einen Steinwurf vom Blauen See und dem Cromford Park entfernt. Inhaberin Peristera Tsoupi serviert hier als charmante Gastgeberin in einer mediterranen, gemütlichen Atmosphäre eine authentische, griechische Landesküche, die ihr Mann Fotis Zindros mit seiner Küchenbrigade kreativ wie schmackhaft zubereitet. Klar gibt es hier die Touristen-Klassiker wie Tsatsiki und Gyros, doch selbiges wird vergleichsweise aufwändig selbst zubereitet. Vor acht Jahren hat das Gastronomen-Ehepaar das Restaurant ihres Vorgängers und Landsmannes übernommen, seither die Speisekarte mit Blick auf die traditionelle griechische Landesküche sukzessive erweitert
Auf der Karte finden wir traditionelle Gerichte wie Moussaka, Rindfleisch-Stifado, Kaninchenkeule-Stifado, Lammhaxe aus dem Backofen mit geschmorter Aubergine, geschmortes Rindfleisch mit Kritharaki oder gegrillte Mittelmeerfische mediterran zubereitet. Fans aus Neptuns Reich kommen hier auf ihre Kosten: Lachs und Thunfisch haben alle, nach selbst eingelegten Sardinen, Rotbarben, Doraden oder einen prächtigen Loup de Mer muss man nicht nur in Ratingen länger suchen. Das Schöne ist: Das taufrische Produkt ist der Star in der Tellermitte. Da braucht dann ein Loup de Mer auch nichts außer Salz und Olivenöl, das aus Griechenland importiert wird. „Man kommt mit wenigen Zutaten aus, wenn diese von außerordentlicher Qualität sind und mit Liebe wie kulinarischem Sachverstand zubereitet werden“, verrät die 46-jährige Hotelfachfrau.
„Hier geht man gerne hin.“
Zur Gastronomie gab es für Peristera Tsoupi, die im „Maritim“ in Nürnberg zur Hotelfachfrau ausgebildet wurde, nie einen Plan B. Bei ihrem Mann, Fotis Zindros, der zu Beginn seiner Laufbahn in Duisburg mexikanische Küche servierte, war das ähnlich. Kennengelernt haben sie sich indes in Griechenland. Heute sind beide wunderbare Botschafter für die griechische Küche (und auch für griechischen Wein, dessen autochthone Rebsorten von bester Qualität abseits von Retsina & Co sind). Neben der Standardkarte sollte man unbedingt auf die Tageskarte schauen, aktuell etwa Lammhaxe, ein Wildsalat mit Dorade oder gefüllte Paprikaschoten. Bei unserem Besuch vergangene Woche gab es zudem ein auf den Punkt gegrilltes Doradenfilet auf cremigem Spinat-Saute, Rehgulasch sowie erwärmte Sardinen in Zitronensauce.
Unser kulinarisches Fazit: Man sollte das eine tun, ohne das andere zu lassen. Das sagen auch die (Stamm-)Gäste, die u.a. aus Ratingen, Düsseldorf und dem Essener Süden kommen. „Was für ein tolles Restaurant. Essen hervorragend. Ambiente mediterran. Bedienung schnell und sehr freundlich“, schreibt einer ins digitale Gästebuch. Ein anderer ergänzt: „Griechische Gastfreundschaft auf hohem Niveau. Sehr gemütliche Location. Authentische Speisen mit Herz zubereitet. Supernettes Personal, schlagfertig und sehr aufmerksam.“ Stimmt alles! Hier geht man gerne hin. „Unsere Gäste sollen sich wohl fühlen, zufrieden heimgehen – und dann wieder kommen“, sagt Peristera Tsoupi. Für sie ist die Gastronomie Beruf wie Berufung: „Ich liebe den Kontakt mit Menschen.“ Ein Kurz-Urlaub wie bei Freunden.




