Ratingen macht sich für eigenes Kennzeichen „RTG“ stark

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Ratingen | Kommt irgendwann das Autokennzeichen „RTG“? Der Ratinger Stadtrat hat sich jetzt mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass die Stadt ihren Wunsch nach einem eigenen Ortskennzeichen aktiv in den laufenden Reformprozess auf Bundesebene einbringt.

Damit ist „RTG“ allerdings noch nicht beschlossen. Zunächst müssten auf Bundesebene die rechtlichen Voraussetzungen geändert werden. Erst dann könnten auch Städte innerhalb bestehender Zulassungsbezirke ein eigenes Kennzeichen erhalten.

Die CDU hatte das Thema bereits Ende 2024 aufgegriffen und zuvor eine eigene Bürgerumfrage durchgeführt. Nach Angaben der Fraktion beteiligten sich knapp 1.500 Menschen. 85 Prozent der Teilnehmer sprachen sich demnach für ein eigenes Ratinger Kennzeichen aus, 75 Prozent bevorzugten das Kürzel „RTG“. Ein erster CDU-Antrag war im Februar 2025 im Rat noch gescheitert.

Inzwischen hat sich die Ausgangslage verändert. Auf Bundesebene wird über eine Liberalisierung der Kennzeichenregelungen diskutiert. Der Bundesrat kann mit einer solchen Entschließung die Bundesregierung zu weiteren Schritten auffordern; unmittelbar geltendes Recht entsteht daraus jedoch noch nicht.

Der aktuelle Ratsbeschluss sieht nun vor, dass die Ratinger Verwaltung den weiteren Prozess begleitet und gegenüber Bund und Land ausdrücklich das Interesse der Stadt am Kürzel „RTG“ deutlich macht.

Für Autofahrer würde ein neues Kennzeichen nach den bisherigen Vorstellungen keine Umtauschpflicht bedeuten. Das bisherige „ME“ könnte weiter genutzt werden, auch die Zuständigkeit des Kreises Mettmann für die Fahrzeugzulassung bliebe bestehen.

CDU-Fraktionschef Stefan Heins sieht in dem Ratsbeschluss einen wichtigen Zwischenschritt. Für die Christdemokraten sei „RTG“ nicht nur ein zusätzliches Kennzeichen, sondern auch ein sichtbares Zeichen lokaler Identität.

Ob und wann tatsächlich die ersten Fahrzeuge mit „RTG“ durch Ratingen fahren können, hängt nun vor allem von der weiteren bundesrechtlichen Entwicklung ab.