Tobias Krampe neuer Geschäftsführer: „Einer, der für 04/19 brennt!“

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Tobias Krampe hat zu seinen Aufgaben als Teammanager der U23 sowie der Jugendleitung auch die Position des Geschäftsführers bei Ratingen 04/19 übernommen. Foto: Lea Schirrweit

(mmm) Vier Spiele, vier Unentschieden. „Ungeschlagen“, sagen die Optimisten, die das Wasserglas stets halb voll sehen. „Sieglos“, kontern die Pessimisten, die das Glas eher als halb leer betrachten und dabei auch auf die Tabelle schauen, in der sich Ratingen 04/19 nach dem 1:1 im letzten Heimspiel gegen St. Tönis in der zweiten Tabellenhälfte der Oberliga Niederrhein wiederfindet. „Mehr war nicht drin“, so das Fazit unter dem Tribünendach im Stadion Ratingen am vergangenen Freitag. Und das passt auch auf alle bisher gespielten vier Partien. Mehr ist derzeit nicht drin, 04/19 ist noch ein ganzes Stück davon entfernt, den Gegnern – die namhaften Vereine kommen erst noch – die eigene Spielidee über 90 Minuten aufzudrücken.

Hinter den Kulissen indes wird weiter an der Professionalisierung der Mannschaft hinter den Mannschaften – insgesamt laufen in dieser Saison von den G-Junioren über den Seniorenbereich bis hin zu den Altherren (Ü32) 33 Teams auf – gearbeitet. Bestes Beispiel ist Tobias Krampe, der mit Wirkung zum 1. September zum neuen Geschäftsführer des über 800 Mitglieder starken Fußballvereins bestellt wurde. Krampe ist einer, der die DNA von 04/19 im Blut hat, mehr Verbundenheit zum und Identifikation mit dem Verein ist kaum denkbar: Der selbstständige Bauzeichner hat 31 seiner 38 Lebensjahre mit Ratingen 04/19 verbracht, alle Jugendmannschaften durchlaufen und eineinhalb Jahrzehnte aktiv in der heutigen U23 gespielt. Bis sich sein Körper verletzungsbedingt gegen den aktiven Sport entschieden hat. „Mir fehlte damals halt ein Doc Müller-Wohlfahrt“, schmunzelt der Vater einer zehnjährigen Tochter mit Blick auf den Medizin-Guru des Branchenprimus FC Bayern.

Krampe wechselte vom Spielfeld an die Seitenlinie, kümmerte sich in seiner neuen Rolle um die U23, zunächst als Co-Trainer, dann um die Kaderplanung und Koordination. Vor einem Jahr übernahm er im Team mit Reinhold Mauermann und Roland Stab die Leitung der Jugendabteilung. Jetzt der nächste Karriereschritt: Zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben als Teammanager der U23 und der Jugendleitung ist Tobias Krampe seit dem 1. September 2026 neuer Geschäftsführer bei Ratingen 04/19. „Die Entscheidung fiel uns leicht. Tobias Krampe brennt für 04/19 und hat hier einiges bewegt“, freut sich Vereinspräsident Jens Stieghorst.

Fußball mit hohem Tempo, hoher Passgenauigkeit, hohem Pressing.

Zu Krampes künftigen Aufgaben zählen u.a. die Zuarbeit an die beiden Vorsitzenden Jens Stieghorst und Michael Schneider, die Umsetzung der Vorstands- wie Mitgliederversammlungs-Beschlüsse, die Organisation der Geschäftsstelle sowie die Verantwortung für die Trainings- und Spielstätte im Sportpark Götschenbeck. Seine Tätigkeiten in der Jugendleitung sowie als Teammanager der U23 in der Bezirksliga („Für Beides schlägt mein Herz.“) bleiben bestehen.

Die Saisonziele für die einzelnen Mannschaften? „Oben einfinden“ gilt die Devise für die Niederrheinliga-Mannschaften der U15, U17 und U19. Einen einstelligen Tabellenplatz wünscht sich Krampe auch für die U23 in der Bezirksliga. Für die erste Mannschaft in der Oberliga Niederrhein hält der 38-Jährige trotz des eher holprigen Saisonbeginns ein Abschneiden im oberen Tabellendrittel für realistisch. „Wir professionalisieren unsere Vereinsstruktur kontinuierlich. Wenn diese Grundstruktur stimmt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das in zähl- wie sichtbare Resultate wandelt.“ Tobias Krampe zählt den neuen französischen Nationaltrainer, Zinédine Zidane, zu seinen Vorbildern. Er schätzt modernen Fußball mit hohem Tempo, hoher Passgenauigkeit und hohem Pressing. Seine Maxime: „Offensiv spielen!“ Dazu passt sein Lebensmotto „es geht immer besser.“ Sein größtes Talent: „Hartnäckig bleiben.“ Was er sich noch für Ratingen 04/19 wünscht: „Junge, engagierte Menschen, die das Vereinsleben aktiv mitgestalten wollen.“