Ratingen | Mit Beginn der Sommerferien steigt rund um den Düsseldorfer Flughafen erneut die Nachfrage nach sogenannten „Park & Fly“-Angeboten. Reisende übergeben ihr Fahrzeug dabei einem Dienstleister, der es während des Urlaubs auf einem vereinbarten Stellplatz abstellen soll. Die Polizei warnt nun vor einzelnen unseriösen Anbietern, nachdem sich in Ratingen mehrere auffällige Fälle gehäuft haben.
Verdacht auf unerlaubte Nutzung
Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Mettmann besteht der Verdacht, dass Mitarbeiter einzelner Parkservices anvertraute Fahrzeuge ohne Zustimmung der Besitzer nutzten. Die Autos sollen unter anderem für private Fahrten sowie Shuttle- oder Taxidienste eingesetzt worden sein. In einzelnen Fällen bestehe sogar der Verdacht, dass Fahrzeuge bei Straftaten oder illegalen Straßenrennen verwendet wurden.
Beschädigte Autos, erhöhte Kilometerstände
Mehrere Urlauber erhielten ihre Autos mit deutlich erhöhtem Kilometerstand oder Beschädigungen zurück. Ein Niederländer musste nach seiner Rückkehr am Düsseldorfer Flughafen feststellen, dass sein Citroën offenbar für private Fahrten genutzt und dabei erheblich beschädigt worden war. Andere Kunden warteten mehrere Tage auf ihre Fahrzeuge oder bekamen sie überhaupt nicht zurück.
Beschwerden aus Ratingen-West
Auch für Ratingen hat das Problem unmittelbare Folgen. Insbesondere aus Ratingen-West gingen wiederholt Beschwerden ein, weil die Fahrzeuge der Parkservices im öffentlichen Straßenraum abgestellt wurden und dort reguläre Parkplätze belegten. Polizei, Stadt Ratingen und Zoll haben deshalb bereits mehrere gemeinsame Kontrollen durchgeführt. Weitere Einsätze sind angekündigt.
Worauf Reisende achten sollten
Die Polizei betont zugleich, dass zahlreiche Anbieter zuverlässig und ordnungsgemäß arbeiten. Reisende sollten Firmen dennoch sorgfältig prüfen. Verdächtig seien insbesondere ungewöhnlich günstige Angebote, unklare Unternehmensstrukturen oder fehlende Angaben zum tatsächlichen Abstellort.
Bei der Fahrzeugübergabe empfiehlt die Polizei, Kilometerstand und Fahrzeugzustand mit Fotos zu dokumentieren. Werden nach der Rückkehr zusätzliche Kilometer, Schäden oder andere Auffälligkeiten festgestellt, sollte umgehend Anzeige erstattet werden.




