Ratinger Blaulichtmeile: Ein Tag zum Staunen, Lernen und Mitmachen

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Eindrücke von der Blaulichtmeile in Ratingen 2026, Bild: Alexander Heinz
Eindrücke von der Blaulichtmeile in Ratingen 2026, Bild: Alexander Heinz

Ratingen | Die Blaulichtmeile am Stadionring hat auch in diesem Jahr gezeigt, wie groß das Interesse der Menschen an der Arbeit der Einsatz- und Hilfsorganisationen ist. Im Rahmen des Stadtjubiläums präsentierten Feuerwehr, Polizei, THW, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, Malteser, DLRG, Ordnungsamt, Verkehrskadetten, Mobile Retter und Notfallseelsorge ihre Aufgaben, Fahrzeuge und Ausrüstung. Die Veranstaltung war als interaktives Fest für die ganze Familie angelegt, mit Einblicken in Einsatztechnik, Vorführungen und vielen Mitmachaktionen. Der Eintritt war frei, der Stadionring wurde für die Veranstaltung vollständig gesperrt.

Spezialtechnik der Feuerwehr im Fokus

Besonders beeindruckend war der Fuhrpark der Feuerwehr. Neben klassischen Lösch- und Einsatzfahrzeugen wurde Spezialtechnik gezeigt, darunter ein fernsteuerbares Löschunterstützungsfahrzeug. Es kann in gefährlichen Einsatzlagen etwa Hallen, Tiefgaragen, Tunnel oder größere Gebäude erreichen, ohne dass Einsatzkräfte selbst den Gefahrenbereich betreten müssen. Aus sicherer Distanz gesteuert, kann das Gerät Wasser, Schaum und Nebel einsetzen. Auch die auf 30 Meter ausgefahrene Drehleiter auf dem Parkplatz am Stadionring zog viele Blicke auf sich. Wer nachvollziehen wollte, wie anstrengend das Besteigen einer hohen Leiter sein kann, konnte sich an einem speziellen Stepper versuchen.

Vielfalt bei Polizei, Johannitern und THW

Auch die anderen Organisationen boten anschauliche Einblicke. Die Polizei war mit einem besonders lackierten Streifenwagen und einem Polizeimotorrad vertreten, das vor allem bei Kindern großes Interesse weckte. Die Johanniter stellten Drohnentechnik vor, die etwa bei der Personensuche, zur Warnung der Bevölkerung, bei der Rehkitzsuche und zur Lageeinschätzung eingesetzt werden kann. Das THW zeigte verschiedene Fachgruppen, darunter Sprengen, Zugtrupp, Notversorgung, Pumpen, Bergung, Jugend sowie Ortung mit Suchhunden.

Rettungsboot, Betreuungsgespann und Notfallseelsorge

Die DLRG war mit einem Rettungsboot vor Ort. Das DRK stellte unter anderem ein Betreuungsgespann vor, das bei größeren Schadenslagen Menschen versorgen kann, die durch Feuer, Wasser oder andere Ereignisse kurzfristig ihr Zuhause verlassen müssen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Notfallseelsorge. Sie begleitet Menschen nach traumatischen Ereignissen, hört zu, gibt Halt und bindet Angehörige oder Freunde ein, damit Betroffene in Ausnahmesituationen nicht allein bleiben.

Viel zu entdecken für Kinder

Für Kinder gab es besonders viel zu entdecken und auszuprobieren. Feuer konnte gelöscht, mit dem Wasserstrahl gezielt ein Haus gerettet und an verschiedenen Stationen spielerisch gelernt werden, was im Notfall wichtig ist. Eine Hüpfburg und ein Rahmenprogramm sorgten zusätzlich für Familienatmosphäre. Die Feuerwehr hatte im Vorfeld auch realitätsnahe Übungen, Rettungseinsätze, eine Feuerwehr-Modenschau, Spezialfahrzeuge und Mitmachangebote angekündigt.

Technik, aber vor allem Menschen

So wurde die Blaulichtmeile erneut zu einem echten Publikumsmagneten. Sie zeigte moderne Technik, aber vor allem Menschen, die im Ernstfall Verantwortung übernehmen — hauptamtlich, ehrenamtlich und oft rund um die Uhr. Für Ratingen war es ein Tag des Staunens, des Lernens und auch der Wertschätzung für alle, die unter Blaulicht unterwegs sind.

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