Carsten Droste: „Die Nachwuchsförderung ist das Wichtigste!“

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Schirmherr des Ratinger Kinderprinzenpaares und „Unser Ratingen“-Leser: Carsten Droste. Foto: Alexander Heinz

(mmm) Carsten Droste hat genau nachgezählt: Exakt 25 Termine absolviert er als Schirmherr des Ratinger Kinderprinzenpaares an der Seite von Johannes I. & Emma I. zwischen Weiberfastnacht und Karnevalsdienstag, angefangen vom Auftritt bei Radio Neandertal bis hin zum Schul- und Seniorenkarneval. Seit der Kürung des Kinderprinzenpaares am 3. Januar dürften so insgesamt fast an die 150 Termine zusammengekommen sein. Höhepunkt sind der Kinderzug am Karnevalssonntag in Lintorf und der Rosenmontagszug in der Ratinger Innenstadt. „Der Kinderkarneval ist eine Schule fürs Leben. Dazu zählen Rhetorik und Selbstbewusstsein beim Bühnenauftritt, Applaus zu bekommen und in der Gemeinschaft zu wachsen. Was der Karneval aus Kindern machen kann, ist wunderbar. Das muss man fördern“, sagt der Familienvater eines 14-jährigen Sohnes. Zum Kinderkarneval kam der 56-jährige Versicherungskaufmann bereits vor rund drei Jahrzehnten, als die Tochter von Freunden zur Kinderprinzessin gekürt und er mit seinem Unternehmen „D&P Assekuranzmakler“ als Sponsor angefragt wurde. „Ich habe damals den kleinen Finger gegeben, man hat dann aber schnell den ganzen Armt genommen“, schmunzelt Droste, der den Kinderkarneval seit 31 Jahren unterstützt, seit 22 Jahren auch Mitglied des Kinderkarnevalskomitees der Stadt Ratingen (RaKiKa e.V.) ist, aber nach eigenem Bekunden nie ein Amt im Karneval angestrebt hat.

„Graderus!”

Droste ist nicht nur lediglich „Sponsor“, sondern mit Herzblut beim Kinderkarneval dabei. Das spürt man im Gespräch nach wenigen Sätzen. Nachwuchssorgen hat man beim Ratinger Kinderkarneval nicht. Schon jetzt liegen drei Kinderprinzessin-Bewerbungen für die nächste Session 2027 vor. Gelebtes Brauchtum fängt eben bei den jüngsten an. Die Unterstützung und Förderung der Kinder, die den Karneval noch völlig unverstellt feiern, sei sein Ding, mit dem „Lackschuhkarneval“ könne er selbst eher wenig anfangen, sagt Droste. Und: „Ich sage, was ich denke. Und ich denke, was ich sage“, beschreibt Droste seine persönliche DNA. Sein Lebensmotto lässt sich da in einem (rheinischen) Wort zusammenfassen: „Graderus!”

Dieses „Graderus” gilt auch für den beruflichen Weg des in Essen geborenen und seit seinem sechsten Lebensjahr in Ratingen lebenden Versicherungsmakler: „Einen Plan-B hat es eigentlich nie gegeben“, erzählt Droste, der ursprünglich Wirtschaftsinformatik studieren wollte, dann aber zu einer Lehre als Versicherungskaufmann bei einem Makler überredet wurde. Und so kümmert er sich (seit 30 Jahren selbstständig als Unternehmer) mit seinem Team um den passenden Versicherungsschutz für Privat- wie Geschäftskunden, berät unabhängig von der Berufsunfähigkeit über die Haftpflicht bis zum (Patent-)Rechtschutz. Künstliche Intelligenz könne zwar unterstützend hilfreich sein, blickt Droste auf die größten Herausforderungen seiner Branche. Die Betreuung im Schadensfall und insbesondere die profunde Beratung auch in komplexen Zusammenhängen sei das A und O seines Geschäftes, das keine KI eben so leisten und abbilden könne.

Heimat ist für Droste, der die Weltoffenheit der Ratinger schätzt, „da, wo ich mich wohl fühle und Spaß habe, also in Lintorf!“ Eine Mitgliedschaft in der Werbegemeinschaft Lintorf ist für ihn obligatorisch. Fehlt denn was im örtlichen Branchenmix? „Ein guter Herrenausstatter wäre fein.“ Und wie geht es nach Karnevalsdienstag für den Schirmherrn des Kinderprinzenpaares weiter? „Die Jahresgespräche mit meinen Kunden stehen an.“