Ratingen | Das Freizeithaus an der Erfurter Straße soll ertüchtigt und saniert werden. Der Rat hat einen entsprechenden Antrag mehrheitlich beschlossen. Das Haus ist Veranstaltungsort und Treffpunkt im Stadtteil. Auch der Rat der Stadt tagte dort in den vergangenen Jahren mehrfach.
Von Sanitäranlagen bis Aufzug
In den Beratungen ging es um konkrete Mängel. Genannt wurden unter anderem die Sanitäranlagen, fehlende Wickelmöglichkeiten, die Küchenausstattung und die Aufzugsanlage. Hinzu kommen weitere technische und bauliche Punkte. Bei größeren Arbeiten soll geprüft werden, wie sie sich mit dem laufenden Betrieb vereinbaren lassen.
Blick über die Gebäudekante
Die CDU-Fraktion war nicht Antragstellerin. Sie hatte in den Vorberatungen dafür geworben, die dringenden Maßnahmen umzusetzen und zugleich das Umfeld mitzudenken. Lars Bammann, Vorsitzender des Bezirksausschusses Ratingen-West und CDU-Ratsmitglied, sagt: „Das Freizeithaus muss im Alltag funktionieren. Wenn etwas kurzfristig notwendig ist, sollte es nicht auf eine große Zukunftsplanung warten.“ Bei größeren Investitionen dürfe man aber nicht nur bis zur Gebäudekante denken.
Ein weiterer CDU-Antrag sieht eine Bestandsaufnahme der angrenzenden städtischen Gebäude und Flächen vor. Die Verwaltung soll darstellen, welche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Zudem soll sie prüfen, ob es Abhängigkeiten zur Sanierung des Freizeithauses gibt. So sollen spätere Doppelplanungen vermieden werden.
Berliner Platz im Hintergrund
Eng verbunden ist die Frage mit dem Berliner Platz. Für den Bereich hat die Stadt bereits den Bebauungsplan W 409 „Städtebauliche Ziele Berliner Platz und Umgebung“ auf den Weg gebracht. Sebastian Wladarz, CDU-Ratsmitglied und Sprecher seiner Fraktion im Bezirksausschuss, nennt das Freizeithaus die „gute Stube“ von West. Ziel sei ein Umfeld, „wo sich Menschen wieder gerne und sicher aufhalten und auch schon mal gerne feiern“. Kurzfristige Maßnahmen und mittelfristige Perspektiven schlössen sich nicht aus.
Fraktionschef Stefan Heins betont, dringende Arbeiten sollten nicht aufgeschoben werden. Wenn die Stadt größere Planungen anstoße, solle sie das Umfeld aber gleich mitbetrachten.
Kosten und Zeitplan offen
Mit dem Ratsbeschluss beginnt die nächste Arbeitsphase. Als Nächstes braucht es eine belastbare Kostenschätzung und einen realistischen Zeitplan – für das Freizeithaus und sein Umfeld.




