Ratingen | Das Schadstoffmobil hat am Freitag zum ersten Mal in Ratingen-West Station gemacht. Von 15 bis 18 Uhr konnten Bürgerinnen und Bürger im Wendekreis an der Erfurter Straße schadstoffhaltige Abfälle aus privaten Haushalten abgeben. Der große Andrang blieb bei der Premiere noch aus.
Neue Standorte brauchen Zeit
Die Mitarbeiter der Düsseldorfer IDR, IDR-Entsorgungsgesellschaft mbH, die das Schadstoffmobil betreibt, überraschte das wenig. Neue Standorte müssten sich erst herumsprechen, berichteten sie im Gespräch mit „Unser Ratingen“. Ab 2027 soll das Mobil regelmäßig einmal pro Quartal nach Ratingen-West kommen.
Geteilte Meinungen zum Standort
Der Haltepunkt direkt am Abenteuerspielplatz sorgte für unterschiedliche Einschätzungen. Horst Kunz von der CDU Ratingen-West gehört zu den Initiatoren des neuen Angebots. Er hält den Standort für viele Bewohner des Stadtteils für zu weit entfernt. Heike Waerder, stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes West, sieht das anders. Sie hält den Standort wegen seiner zentralen Lage und der guten Verkehrsanbindung für grundsätzlich geeignet. Einig waren sich beide in einem Punkt: Das neue Angebot muss bekannter werden.
Unbekannte Stoffe kosten Geld
Einen wichtigen Hinweis gaben die Fachleute vor Ort zur Kennzeichnung der Abfälle. Schwierig wird es, wenn Flaschen, Kanister oder andere Behälter unbekannte Flüssigkeiten oder Chemikalien enthalten. Einige Stoffe kann das Personal direkt am Schadstoffmobil untersuchen. Die Möglichkeiten sind jedoch begrenzt.
Lässt sich eine Substanz nicht eindeutig bestimmen, nimmt das Team den geschlossenen Behälter aus Sicherheitsgründen trotzdem an. Anschließend wird der Inhalt in einem Labor in Düsseldorf analysiert. Die Kosten dafür trägt die Stadt Ratingen. Die Bitte der Fachleute ist deshalb einfach: Behälter möglichst im Originalzustand aufbewahren oder zumindest eindeutig beschriften. Chemikalien sollten zudem niemals miteinander vermischt werden.
Welche Farben wohin gehören
Auch bei alten Farben lohnt ein genauer Blick. Wasserbasierte Dispersionsfarbe gehört nicht zum Schadstoffmobil. Flüssige Reste sollten vollständig aushärten und kommen dann in den Restmüll. Sand, Sägemehl, Gips, Zeitungsschnipsel oder Katzenstreu beschleunigen das Austrocknen. Wichtig ist, dass keine flüssigen Farbreste zurückbleiben. Sie könnten beim Verdichten im Müllfahrzeug austreten und Probleme verursachen.
Restentleerte Kunststoff-Farbeimer gehören in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Anders ist es bei Ölfarben und lösemittelhaltigen Lacken. Sie zählen auch eingetrocknet zu den schadstoffhaltigen Abfällen und müssen fachgerecht abgegeben werden.
Zusätzlicher Weg im Stadtteil
Die Premiere in West brachte noch keinen großen Andrang. Sie schafft aber einen zusätzlichen Entsorgungsweg direkt im Stadtteil – und der soll künftig regelmäßig zur Verfügung stehen. Weitere Informationen erhält man über den Abfallkalender der Stadt Ratingen. Dort sind demnächst auch die Termine für Ratingen West zu finden. Online: https://www.stadt-ratingen.de/umweltschutz-und-abfall/abfallwirtschaft-und-stadtreinigung/schadstoffhaltige-abfaelle?






