Sabine Klocke: „Ratingen war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten.“

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Sabine Klocke ist als Beigeordnete der Stadt Ratingen im Verwaltungsvorstand für die Fachbereiche Jugend und Schule sowie Personal und Organisation zuständig. Foto: M. Machan

(mmm) Geboren in Bonn, studiert (Sozialpädagogik) in Köln – mehr Rheinland geht kaum. Heimat für Sabine Klocke und ihre Familie ist seit 2016 Ratingen. „Und das mit ganzem Herzen. Ratingen war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten“, sagt die langjährige, engagierte Leiterin des Ratinger Jugendamtes, die im April dieses Jahres einstimmig zur neuen Beigeordneten der Stadt, zuständig für die Fachbereiche Jugend und Schule, Personal und Organisation, in den Verwaltungsvorstand gewählt wurde. In Ratingen könne sie sich beruflich wie privat 24 Stunden am Tag wohlfühlen. „Hier will ich bleiben, hier will ich mich weiterentwickeln“, stellte Klocke schnell fest, als sie mit ihrem Mann und den beiden Söhnen, damals noch im Kindergarten-Alter, aus dem Kreis Euskirchen nach Ratingen gezogen ist. „Als junge Eltern hatten wir schnell viele Bezugspunkte, haben als Familie rasch Anschluss gefunden“, erzählt die 45-Jährige. Klocke schätzt die Verbundenheit der Stadtgesellschaft, den Willen, sich modern und zukunftsorientiert aufzustellen. Und: „Ratingen ist eine liebenswerte Stadt mit liebenswerten Menschen, die ein enormes Heimatgefühl haben.“

Apropos Heimat, die ist für Klocke „zu 100 Prozent Ratingen“. Lieblingsplätze? Der Höseler Wald und der Marktplatz, der zu einem perfekten Samstagmorgen einfach dazugehöre. Schon vor dem Frühstück gehe es zum Einkaufen und zum Small-Talk ins Herz der Innenstadt. Manchmal dauere der Einkauf auch dreimal so lange wie üblich, denn: „Ich werde unglaublich gerne angesprochen, schätze den netten Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Jugend und Schule bleiben ein Herzensthema

Alltags kümmert sich Klocke – ausgestattet mit reichlich Praxiserfahrung und der klassischen Laufbahn einer Sozialpädagogin (vor ihrer Zeit in Ratingen war sie u.a. als Sachbearbeiterin im Jugendamt der Kreisverwaltung Düren tätig, hat anschließend das Jugendamt in der Gemeinde Elsdorf mit aufgebaut) – um die Themen Personal und Organisation sowie Jugend und Schule. „Das ist und bleibt ein Herzensthema für mich!“ Zu ihren vordringlichsten Aufgaben wird in den kommenden Jahren aber vor allem die umfassende Modernisierung der Verwaltung gehören. „Die Verwaltungsmodernisierung betrifft jeden einzelnen Mitarbeiter und kann nur funktionieren, wenn auch wirklich alle mitziehen.“

Es gelte Ängste (Stichwort Stellenabbau und der sinnvolle Einsatz von künstlicher Intelligenz) abzubauen, die Mitarbeitenden transparent mitzunehmen. Da fügt es sich gut, dass Klocke ausgewiesene Führungs- und Kommunikationskompetenz zugeschrieben wird. Top-Thema sei aktuell die digitale Aktenführung. Für das Ziel „E-Akte“ gelte es Dinge wie ein Dokumentenmanagement-System, einen Aktenplan sowie eine Scan-Strategie zu initialisieren. Im Blick bleiben auch die Themen Jugend und Schule. Hier gehe es darum, (Betreuungs-)Strukturen zu schaffen, die für Kinder und Jugendliche bis zum Eintritt ins Berufsleben förderlich sind. Auf der „Haben“-Seite von Klockes Wirken als langjährige Leiterin des Jugendamtes stehen der strategische Kinderschutz sowie die Sensibilisierung in Sachen Kindeswohlgefährdung.

Ihr persönliches Lebensmotto ist bei ihren Aufgaben für die Stadt hilfreich: „Ich gehe optimistisch an die Dinge heran und finde es spannend, Herausforderungen zu lösen.“ Entspannung findet Sabine Klocke beim Schwimmen und im Wanderurlaub sowie beim Fitness-Angebot des TV Ratingen. Und wenn sie alleine im Auto unterwegs ist und lautstark singen kann. „Am liebsten Schlager!“