Fußweg verkürzen: Rheinbahn ermöglicht Ausstieg nach Wunsch

0
7
Die Rheinbahn bietet den Service "Halt auf Wunsch an". Foto: Rheinbahn
Die Rheinbahn bietet den Service "Halt auf Wunsch an". Foto: Rheinbahn

Ratingen. Mit Beginn des Septembers setzt allmählich die dunkle Jahreszeit ein. Umso ungemütlicher kann auch der Fußweg nach nächtlichen Busfahrten werden. Die Rheinbahn möchte genau das verhindern: Mittels  des Services „Halt auf Wunsch“ können Fahrgäste in den Bussen des Nahverkehrsunternehmens auch zwischen den regulären Haltestellen aussteigen

Um Fußwege in der Dunkelheit so kurz und so sicher wie möglich zu machen, ermöglicht die Rheinbahn bei Busfahrten auch das Aussteigen zwischen den regulären Haltestellen: Den sogenannten Service „Halt auf Wunsch“ gibt es überall dort, wo es die Verkehrslage und die Sicherheit für die Fahrgäste es zulassen. Die Option gilt von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens.

Jeder Fahrgast kann von dem Service „Halt auf Wunsch“ Gebrauch machen. Doch auch wenn sich das das Angebot an alle Fahrgäste richtet – besonders Frauen ältere Menschen und Jugendliche können davon profitieren. Rheinbahn-Vorstandsvorsitzende Annette Grabbe erklärt dazu: „Ich kenne das Gefühl, abends allein an einer Haltestelle zu stehen und zu wissen: Der Weg nach Hause ist noch lang. Gerade in dunklen Straßen oder schlecht beleuchteten Ecken entsteht schnell Unbehagen – ein Gefühl, das viele Frauen, aber auch viele andere Fahrgäste nur zu gut kennen. Für unsere Fahrerinnen und Fahrer ist der Halt auf Wunsch nur ein kurzer Zusatzstopp – für unsere Fahrgäste bedeutet er aber ein echtes Plus an Sicherheit.“

Um den Service zu nutzen, genügt ein kurzer Hinweis an die Fahrerinnen und Fahrer – am besten direkt beim Einsteigen oder spätestens eine Haltestelle vor dem gewünschten Ausstieg. Wenn keine verkehrstechnischen Regeln dagegensprechen, hält der Bus dann an einer sicheren, gut beleuchteten Stelle entlang des regulären Linienwegs.

Angebot soll bekannter gemacht werden

Das Konzept „Halt auf Wunsch“ existiert dabei bereits seit geraumer Zeit. Dennoch ist es vielen Fahrgästen noch nicht bekannt. Das soll sich nun laut der Rheinbahn ändern: „Sicherheit im ÖPNV hängt auch davon ab, wie gut solche Angebote genutzt werden können. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, unsere Fahrgäste noch einmal gezielt darauf aufmerksam zu machen“, betont Grabbe. Dabei unterstützen soll die „Sicherheitsstrategie 2030“. Diese gewährleistet, dass der „Halt auf Wunsch“ mit neuen Aufklebern und Hinweisen in den Bussen ab sofort noch einmal extra beworben wird. So will die Rheinbahn dafür sorgen, dass sichere Mobilität nicht an der offiziellen Haltestelle endet, sondern Fahrgäste besser, schneller und sicherer an ihrem Ziel ankommen.