
Ratingen | Unter dem Titel „Hinschauen. Aktiv werden. Gemeinsam gegen Wohnungsnot“ rückt der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Ratingen (SkF) vom 7. bis 11. September ein Thema in den Mittelpunkt, das für viele Betroffene oft im Verborgenen bleibt.
Im Glaspavillon auf dem Kirchplatz von St. Peter und Paul informiert die Wohnungslosenhilfe über die Situation in Ratingen, bestehende Hilfsangebote und Möglichkeiten, Wohnungsverlust möglichst früh zu verhindern.
Teil der bundesweiten Aktivitäten zum Tag der Wohnungslosen
Die Ausstellung ist Teil der bundesweiten Aktivitäten zum Tag der Wohnungslosen am 11. September. Der SkF will dabei nicht nur über Wohnungslosigkeit informieren, sondern auch deutlich machen, dass Wohnungsnot häufig schon lange vor dem Verlust einer Wohnung beginnt. Mietrückstände, Energieschulden oder andere finanzielle Schwierigkeiten können dazu führen, dass Menschen unter erheblichen Druck geraten und ihr Zuhause gefährdet ist.
Das Programm der Aktionswoche im Überblick
Begleitet wird die Ausstellung deshalb von mehreren Informations- und Beratungsangeboten.
Zum Auftakt steht am Montag, 7. September, von 10 bis 13 Uhr die Wohnungslosenhilfe selbst im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Wohnungslos? – Schau hin!“ informieren die Mitarbeitenden über ihre Arbeit und darüber, welche Unterstützung Betroffene erhalten können.
Besonders konkret wird es am Dienstag, 8. September, von 10 bis 14 Uhr. Unter der Überschrift „Strom weg, Wohnung weg? – Werde aktiv!“ beraten der SkF und die Stadtwerke Ratingen gemeinsam zu den Themen Wohnraumerhalt und Energieschulden. Damit richtet sich das Angebot auch an Menschen, die noch eine Wohnung haben, deren Wohnsituation aber bereits gefährdet sein könnte.
Am Mittwoch, 9. September, von 10 bis 13 Uhr stehen die Mitarbeitenden der Wohnungslosenhilfe erneut für Gespräche und Informationen bereit.
Den Abschluss bildet am Freitag, 11. September, dem Tag der Wohnungslosen, von 10 bis 13 Uhr ein offenes „Meet & Greet“. Eingeladen sind soziale Träger, Vertreter von Verwaltung und Politik, Vermieter sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen und unterschiedliche Perspektiven auf das Thema zusammenzuführen.
Ein bewusst sichtbarer Ort mitten in der Stadt
Der gewählte Ort mitten in der Innenstadt ist dabei durchaus programmatisch. Der Glaspavillon macht das Thema buchstäblich sichtbar. Auch außerhalb der betreuten Öffnungszeiten kann die Ausstellung vom 7. bis 11. September jederzeit von außen betrachtet werden.
Drei Fragen als roter Faden der Woche
Mit der Aktionswoche will der SkF deutlich machen, dass Wohnungslosigkeit und drohender Wohnungsverlust keine Randthemen sind. Im Mittelpunkt stehen deshalb drei Fragen, die sich durch die gesamte Woche ziehen: Wie ist die Situation in Ratingen? Welche Unterstützung gibt es? Und was können Stadtgesellschaft und Einzelne tun?
Der Anspruch ist damit größer als reine Information. Die Ausstellung soll zum Hinschauen anregen, Hilfsmöglichkeiten bekannter machen und Betroffene, Fachleute und interessierte Bürger miteinander ins Gespräch bringen.



