
(mmm) Bereits zum Auftakt der Freiluftsaison setzten die U20-Leichtathletinnen des TV Ratingen ein starkes Ausrufezeichen. Die 4×400 Meter-Staffel um Sina Dahmen, Marie Hensel, Elea Jobst und Mara Lietz hat die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft in Bochum im Juli bereits genauso in der Tasche wie Linda Meier (W15), die sich in ihrer Paradedisziplin über 300 Meter Hürden mit einem mutigen Rennen, bei dem sie die DM-Norm deutlich unterbot, das Ticket für ihre erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft souverän sicherte. Damit sind die fünf ambitionierten wie talentierten Leichtathletinnen um Trainer Klaus Suhl und Abteilungsleiterin Petra Lauret ein Aushängeschild für den 7.500 Mitglieder starken Sportverein.
Neben der schulischen Karriere steht für das erfolgreiche Lauf-Quintett des TV Ratingen der Sport mit bis zu fünf Trainingseinheiten in der Woche oben an. Wird in den Wintermonaten vor allem an der Ausdauer gearbeitet, stehen jetzt in der Freiluftsaison vor allem Schnelligkeit und bei der Staffel der perfekte Wechsel des Staffelstabes im Vordergrund. Was die fünf Athletinnen eint: Alle können sich vorstellen, dass der Sport auch in ihrem zukünftigen Berufsleben eine große Rolle spielt, etwa mit dem Ziel Olympia, einem Sportmanagement-Studium oder der Arbeit als Trainerin. Marie Hensel und Elea Jobst beispielsweise unterstützen bereits heute das Trainerteam der U8/U10-Leichtathletinnen. Und: Alle fünf haben bereits in frühen Kindertagen mit der Leichtathletik begonnen, auf die sich heute gewissenhaft, aber mit sichtlichem Spaß am Sport, fokussieren. Zudem achten alle fünf auf eine ausgewogene, vor allem proteinhaltige Ernährung, kochen und backen zudem unisono gerne. Credo: „Wer viel trainiert und Wettkämpfe absolviert, muss auch gut essen.“
Ausdauer. Schnelligkeit. Perfekte Wechsel.
Im Training des Vereins wird altersgerecht die gesamte Palette der Einzel- und Spezialdisziplinen vermittelt. In wohl kaum einer anderen Sportart wie der Leichtathletik werden die motorischen Grundlagen, aber auch das Selbstbewusstsein durch die Teilnahme an Wettkämpfen, so gut geschult. „Der Spaß am Sport steht stets im Mittelpunkt – nur so sind Höchstleistungen und Erfolge möglich und führt zu einer positiven Einstellung zum Sport“, weiß Petra Lauret mit Blick auf die Teilnahme an Wettkämpfen auf Regional- oder Landesebene, bei NRW- oder Deutschen Meisterschaften wie im Sommer in Bochum und Wattenscheid. Die Philosophie: Die Kinder- und Jugendlichen zum Wettkampfsport hinzuführen, ohne sie dabei zu überfordern.
Derweil drehen Linda Meier, Sina Dahmen, Marie Hensel, Elea Jobst und Mara Lietz an diesem unwirtlich kalten Mai-Nachmittag im Stadion Ratingen Runde um Runde, eine akribische Vorbereitung auf das Saison-Highlight in wenigen Wochen. Tief im Westen steigt dann der große Leichtathletik-Sommer 2026: Neben den Deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer (25./26. Juli) werden auch die Deutschen Meisterschaften der U18/U23 (3. bis 5. Juli) und der U16/U20 (10. bis 12. Juli) im runderneuerten Lohrheidestadion in Bochum-Wattenscheid ausgetragen. Bei den beiden Jugendmeisterschaften geht es neben tollen Platzierungen, persönlichen Bestleistungen und begehrten Titeln auch um internationale EM und WM-Tickets. Viel Zeit für Hobbies, etwa Kochen, Backen, Lesen, Klavier spielen oder Reisen mit der Familie, bleibt da im Erfolgsfalle erst einmal nicht.



