
Finale in der Spielzeit 2025/2026: Am 26. April (18 Uhr, Lesecafé Medienzentrum) steht das letzte Konzert der beliebten „Sunday Jazz“-Reihe in der Spielzeit 2025/2026 an. Musikalisches Motto des Abends: „NRW Jazzmeeting“. Für den Jazz-Abend konnte Gastgeber, Initiator und Schlagzeuger Peter Baumgärtner drei hochklassige Musiker engagieren, um das Publikum für einen ganz besonderen Jazz-Abend zu gewinnen. Freuen können sich die Musikfans auf den Saxophonisten Reiner Witzel und sein virtuoses, expressives Spiel. Stilprägend auf ihn wirkte u.a. der amerikanische Saxophonmeister Lee Konitz, in dessen Band wiederum der Pianist Thomas Rückert, zweiter Gast des Abends, viele Erfahrungen sammeln konnte. Er gilt als einer der der gefragtesten Pianisten in der Szene. Dritter im Bunde ist Reza Askari, Professor für Kontrabass an der Musikhochschule in Würzburg und einer der stilistisch offensten Musiker im Lande. Das Quartett des Abends wäre unvollständig, wenn nicht Peter Baumgärtner am Schlagzeug mitwirken würde.
„Die Musiker stehen für die lebendige und hervorragende Jazz-Szene in NRW. Alle drei dozieren an Hochschulen, sind aber auch international unterwegs. Und alle schreiben wunderbare Komposition. Es wird ein Abend mit einem energiegeladenen Mix aus Originals aber auch Stücken, die jeder einzelne von uns liebt und schätzt“, so Baumgärtner, der die nationale Jazz-Szene wie kaum ein Zweiter kennt. Hochkaräter wie die „Hildener Jazztage“ oder „Jazz in Düsseldorf“ sind ohne ihn kaum denkbar. Seine musikalische DNA: „Ich bin ein melodiöser Drummer und versuche so zu agieren, dass alle anderen Musiker sich wohlfühlen.“
Ein grooviges wie offenes Jazz-Erlebnis
Die „Sunday Jazz“-Reihe von Baumgärtner bereichert unstrittig die kulturelle Landschaft Ratingens. Die stimmungsvollen Abende im Medienzentrum sind immer wieder beispielgebend für ein grooviges wie offenes Jazz-Erlebnis. Seit über vier Jahrzehnten in NRW ansässig, hat Baumgärtner an der Swiss Jazz School unter Billy Brooks, neben Elvin Jones und Steve Gadd noch heute eines seiner Vorbilder, studiert. Sein Fazit der aktuellen „Sunday Jazz“-Spielzeit: „Künstlerisch war aus meiner Sicht alles sehr gelungen. Und auch ich lerne als Musiker mit jedem Auftritt in Ratingen immer noch dazu, was mir große Freude bereitet.“ Das Publikum setze sich im Wesentlichen aus Stammgästen zusammen, die den Jazz in all‘ seinen Facetten lieben. „Was ich noch vermisse, ist ein höherer Anteil an jüngeren Zuhören, vor allem von Menschen ab Mitte 30.“
Wie also macht man Jazz auch für eine jüngere Generation hörbar? „Elitär finde ich Jazz nicht, aber er wird nie ein Massenpublikum erreichen. Das schafft nicht mal Till Brönner“, so Baumgärtner. Sein Tipp: „Dran bleiben, auf den richtigen Social-Media- Kanälen unterwegs sein und Angebote machen, die Menschen auf eine musikalische Reise mitnehmen.“ In der Jazzschmiede in Düsseldorf habe das schon geklappt. „Da kommen sehr viele junge Menschen in die Konzerte. Jazz ist zeitlos!“
Gut zu wissen für den Sunday Jazz in Ratingen: Das „Literarische Café“ bietet vor der Veranstaltung und in der Pause eine Auswahl an Getränken und Snacks an. Eintrittskarten sind ab 18,- Euro im Ticketbüro des Kulturamts und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Jedes Ticket inkludiert zudem die Anreise mit dem ÖPNV im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).



