
(mmm) Einen, der in seiner noch jungen Fußballerkarriere zusammen mit Florian Wirtz (FC Liverpool), Ansgar Knauff (Eintracht Frankfurt) oder Xavi Simons (Tottenham Hotspur) auf dem Platz stand? Den gibt es bei Ratingen 04/19! Guiliano Zimmerling spielt seit dieser Saison bei Germania. Der talentierte 23-Jährige wechselte im vergangenen Sommer vom Essener Uhlenkrug (ETB SW Essen) nach Ratingen. Als Jugendlicher wurde der in Essen geborene und heute mit seiner Partnerin im Stadtteil Karnap lebende Zimmerling u.a. beim MSV Duisburg, Borussia Dortmund und Rot-Weiss Essen ausgebildet. Ein Grund für seinen Wechsel nach Ratingen im vergangenen Jahr war sicherlich die Trainer-Verpflichtung von Damian Apfeld, den er aus gemeinsamen Essener Tagen kennt. Zimmerling: „Ratingen ist ein mit ruhiger Hand geführter Verein. Das gefällt mir.“
Als „Achter“ im Ratinger Kader fungiert Zimmerling im zentralen Mittelfeld als das Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff, ein vielseitiger „Box-to-Box“-Spieler, der sowohl defensiv Räume schließt, als auch offensiv Torchancen kreiert. Seine Position erfordert die Top-Attribute des Fußballs, eben Ausdauer, Zweikampfstärke, technisches Können und Spielintelligenz. Oder wie er es treffend formuliert: „Man muss auf dem Platz ein Spiel lesen können und es an sich ziehen!“ Sein Anspruch: „Stillstand ist ein Rückschritt. Mit jedem Tag besser werden!“ Da passt sein Blick auf die bevorstehenden packenden Finalwochen in der Oberliga Niederrhein: „Die Saison ist ein Marathon, es gibt keine Mannschaft, die die Liga dominiert. Aber wir haben die Qualität, oben mitzuspielen.“ Ein Aufstieg mit Ratingen in die Regionalliga West reizt Zimmerling nicht nur als „Schaufenster“ mit mehr Aufmerksamkeit, mehr Zuschauern und generell mehr Reichweite: Da locken für den „Straßenfußballer“ – „Meine Heimat ist Essen. Hier bin ich groß geworden, hier lebe ich.“ – viele „Ruhrpott“-Spiele, wie gegen die Zweitvertretungen (U23) aus Bochum, Dortmund und Schalke sowie Derbys gegen die Zweite von Fortuna Düsseldorf, Oberhausen sowie möglicherweise, wenn sie sich noch der Abstiegszone entziehen können, Velbert und Wuppertal.
Fast 100.000 Follower auf Tiktok
Apropos Reichweite: Auf Instagram hat Zimmerling satte 13.000 Follower, auf Tiktok sogar fast 100.000. Das ist vor allem seiner Fußballschule („Ich arbeite mit voller Hingabe daran, junge Talente nicht nur besser zu machen, sondern sie zu verstehen. Ich verbinde moderne Trainingsmethoden mit einem pädagogischen Ansatz, sodass jedes Kind genau das bekommt, was es braucht, um sein volles Potenzial zu entfalten.“) und seinen via Web vermittelten Fußballtricks geschuldet, sicherlich aber auch der Zweitkarriere als Baller League-Spieler der ersten Stunde. Calcio Berlin, die Hallenfußball-Mannschaft, für die Zimmerling auflief, spielte wie alle Teams in Köln oder Düsseldorf. Immerhin: Die erste Saison der von Lukas Podolski aus der Taufe gehobenen Liga beendete Zimmerling als Vizemeister. Nach der Baller League kam der nächste Schritt, um sich noch mehr auf den Fußball zu fokussieren. Mittlerweile unterrichtet Zimmerling zusätzlich Sport an einer Gesamtschule in Gelsenkirchen.
Sein Antrieb: „Fußball ist für mich mehr als ein Sport – es ist meine Sprache, meine Leidenschaft!“ Zimmerling legt größten Wert auf Technik, Taktik, Teamfähigkeit und Spielintelligenz. Genauso wichtig seien ihm die Werte, die seinen Charakter geformt haben: Disziplin, Fairplay, Respekt und Teamgeist. Bei RWE hatte Zimmerling in der U19 die Kapitänsbinde, stand anschließend im Kader beim Aufstieg in die 3. Liga – ein Aufstiegsmomentum, der sich möglicherweise in wenigen Wochen wiederholen lässt.




