
(mmm) Eine Ausstellung, die für Ur-Ratinger wie Neubürger, Architektur- wie Geschichtsinteressierte gleichermaßen ein aufschlussreicher Hingucker wird: Am 29. Mai wird im Rahmen des Doppeljubiläums „750 Jahre Ratingen“ und „100 Jahre Museum Ratingen“ um 19 Uhr im Museum (Grabenstraße 21) die Ausstellung „Bauen als Kulturbeitrag. Die Architektur des Museum Ratingen” eröffnet. Sie ist anschließend zu den regulären Öffnungszeiten des Museums (Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr) bis zum 28. Februar 2027 zu sehen.
Mit der spektakulären Jubiläums-Schau „Linie Fläche Raum. 100 Jahre Museum Ratingen“ verzahnt sich nun die Ausstellung „Bauen als Kulturbeitrag. Die Architektur des Museum Ratingen“. Sie schaut auf die jüngere Vergangenheit der (baulichen) Stadtgeschichte und zeigt das Museum Ratingen als einen gesellschaftlichen Ort der Kunst und Architektur sowie der Reflexion über Geschichte. Ziel der Ausstellung ist es, das Museum mit seiner additiven Architektur in der Museumsentwicklung der vergangenen 50 Jahren zu verorten. Gezeigt wird, wie sich das Museum im Laufe der Zeit gewandelt hat und selbst zu einem Stück der Stadtgeschichte geworden ist.
Ein Ort der Kunst und Architektur
Ursprünglich gegründet als Heimatmuseum im alten Bürgerhaus, nahmen in den 1970er-Jahren die Pläne zur Museumserweiterung am heutigen Peter-Brüning-Platz konkret Gestalt an. So weist der Museumsneubau, der 1978 eingeweiht wurde, viele stilistische Merkmale der Architektur der 1970er-Jahre auf. 1991 kamen dann während des sogenannten Museumsbooms – eine Phase intensiver Neugründungen, baulicher Erweiterungen und inhaltlicher Neuausrichtungen von Museen in Deutschland – großzügige, lichtdurchflutete wie aufmerksamkeitsstarke Ausstellungsflächen in Ratingen hinzu. Entworfen hat sie der Architekt Bruno Lambart, der sich damals erfolgreich öffentlichen Bauaufgaben widmete. Er galt als Verfechter des „Bauens als Kulturbeitrag“ und prägte vor allem durch seine öffentlichen Bauten (insbesondere Schulen) das Stadtbild in der Region maßgeblich mit.
Die Ausstellung legt einen Schwerpunkt auf dessen Erweiterung des Museumsgebäudes. Anhand von vielen Plänen, detaillierten Zeichnungen und aufschlussreichen Fotografien werden Lambarts Ideen für das Museum Ratingen vorgestellt, aber auch weitere Ratinger Bauprojekte – wie beispielsweise das nebenan liegende Medienzentrum – umrissen. Möglich wird die Präsentation durch die Kooperation mit dem Baukunstarchiv NRW, der Architektenkammer NRW und dem Stadtarchiv Ratingen. Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen Dr. Alexandra Apfelbaum, renommierte Kunst- Architekturhistorikerin und Markus Lehrmann, Hauptgeschäftsführer der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, über die Architektur von Bruno Lambart.



